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Abbruch der Europapokal-Saison: Bayern, Leipzig & Co. droht ein zusätzlicher Millionen-Schaden

Champions League
Foto: VALERY HACHE/AFP via Getty Images

Die UEFA hat vergangene Woche bekannt gegeben, dass die internationalen Wettbewerbe bis auf weiteres ausgesetzt sind. Wann und wie es mit der Champions und Europa League weiter geht ist derzeit vollkommen offen. Wie der „kicker“ berichtet, hätte ein vorzeitiger Abbruch der Europapokal-Saison für die Bundesliga-Klubs fatale wirtschaftliche Folgen.

In den vergangenen Tagen und Wochen wurde viel darüber diskutiert wie hoch der finanzielle Schaden für die Bundesliga-Klubs wäre, sollte es zu einem vorzeitigen Saison-Abbruch in der Fussball Bundesliga kommen. Gerüchten zufolge liegt die Summe für die komplette Liga bei knapp 750 Mio. Euro.

Es gibt jedoch noch Vereine, denen weitere Einbußen durch die Corona-Krise drohen. Sieben Bundesliga-Klubs sind nach wie vor international vertreten und auch in der Champions und Europa League steht viel Geld auf dem Spiel, sollte die laufende Saison nicht zu Ende gespielt werden.

Finanzielle Einbußen im Europapokal: Vieles hängt von Sky und DAZN ab

Der „kicker“ hat nun enthüllt, dass den sieben Europapokal-Teilnehmern im schlimmste Falle Einbußen in Höhe von rd. 80 Mio. Euro entstehen könnten. Allein die wegfallenden Prämienzahlungen belaufen sich demnach auf 42 Mio. Euro. Dazu kommen etwa 35 Millionen aus dem UEFA-Marktpool und Verluste aus dem wegfallenden Ticketing-Geschäft.

Entscheidend für die deutschen Europapokal-Teilnehmer sind vor allem die TV-Gelder. In Deutschland ist „Sky“ der offizielle UEFA-Partner. Auch der Streaming-Anbieter „DAZN“ überträgt seit 2018 die Champions und Europa League, verfügt jedoch nur über eine Sublizenz von „Sky“ und hat kein direktes Vertragsverhältnis zur UEFA. Gerüchten zufolge erwägt „DAZN“ bereits seine Zahlungen für abgesagte und verschobene Veranstaltungen einzustellen. Damit würde „Sky“ noch stärker unter Druck geraten, als man durch die Corona-Krise ohnehin bereits steht. Sky selbst könnte, wenn es zu einem Abbruch der Champions League kommt, wiederum seine Zahlungen an die UEFA aussetzen, was sich letztendlich auf die Prämienzahlungen der Klubs auswirken wird.

UEFA-Chef Aleksander Ceferin hatte zuletzt betont, dass die nationalen Ligen derzeit Vorrang genießen vor den internationalen Wettbewerben. Dennoch hat der 52-jährige bestätigt, dass die UEFA die laufenden Europapokal-Saison unbedingt zu Ende spielen möchte. Berichten zufolge könnte dies auch erst im August geschehen.