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Worst-Case-Szenario: Virologe empfiehlt Bundesliga-Fortsetzung ohne TV-Übertragung

Fussball Bundesliga
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Aktuellen Medienberichten zufolge könnte die Fussball Bundesliga Anfang Mai wieder ihren Spielbetrieb unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufnehmen. Während die Fans sich über eine Fortsetzung der Bundesliga freuen würden, sieht Virologe und Corona-Experte Jonas Schmidt-Chanasit eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs kritisch.

Mit der Tatsache, dass man in diesem Jahr kein Bundesliga-Spiel mehr live im Stadion erleben wird haben sich viele Fans bereits eingestellt. Geht es nach dem Virologen Jonas Schmidt-Chanasit, müsste man auch die Live-Übertragung der Spiele im Zuge der Corona-Krise untersagen.

„Ich sehe ein Risiko in der Übertragung der Spiele“

Im Gespräch mit dem TV-Sender „Sky Sport News HD“ äußerte sich Schmidt-Chanasit wie folgt dazu: „Ich sehe das Risiko in der Übertragung der Spiele. Wenn diese Spiele übertragen werden, denke ich, dass die Fans das zusammen genießen wollen. Man wird sicherlich ganz schwer verhindern können, dass es nicht zu einer Gruppenbildung kommt“.

Der Experte empfiehlt daher auf die Live-Übertragung der Spiele zu verzichten und sich auf eine reine Ergebnisberichterstattung zu beschränken.

Unabhängig von der Frage ob die Spiele live im TV zu sehen sind oder nicht, ist Schmidt-Chanasit nicht wirklich begeistert von den DFL-Plänen im Mai die Bundesliga fortzusetzen. Was vor allem daran liegt, dass man hierfür zu viele Tests benötigen würde, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten: „Wir ringen ja gerade darum, die Testkapazitäten den wirklich Bedürftigen in den Krankenhäusern und den Pflegeheimen vorzubehalten. Insofern ist das natürlich schon fraglich, ob ein junger gesunder Fußballspieler, weil er eben spielen will, jetzt täglich diese Tests erhalten kann“.