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„Lieber spät als nie“ – Matthäus rät zu Werner-Deal

Timo Werner
Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images

Der Deal mit Leroy Sané galt eigentlich als beschlossene Sache, ehe die Verletzung des Angreifers von Manchester City als auch die Corona-Krise die Angelegenheit deutlich erschwerten. Inzwischen scheint sich das Blatt zu wenden und während sich die Verantwortlichen an der Säbener Straße von einer Sané-Verpflichtung eher zu distanzieren scheinen, ist der Name Timo Werner wieder in aller Munde. Erst kürzlich wurde berichtet, dass der Sané-Deal auch aufgrund des hohen finanziellen Volumens wackle, während Hansi Flick ohnehin als Befürworter eines Werner-Deals gilt. Nun hat sich Bayern-Legende Lotthar Matthäus zu diesem Thema geäußert.



Demnach habe auch Matthäus die Wahrnehmung, dass sich die Chefetage der Münchner immer mehr für Werner, jedoch immer weniger für Sané interessiere. Matthäus diesbezüglich in seiner Sky-Kolumne „So sehe ich das„: „Man bekommt langsam das Gefühl, dass Flick und auch Kahn eher in Timo Werner den Spieler sehen, der in vielen Belangen besser zu diesem Klub passen könnte.“

Es wird erwartet, dass Oliver Kahn bei künftigen Verpflichtungen mehr auf den Charakter der Spieler achten wird, denn diese sollen schließlich die „Mia san Mia“-Mentalität des Vereins vertreten können. In diese Kerbe schlägt auch Matthäus hinsichtlich der Causa Werner/Sané: „Er ist auf dem Feld flexibler, sein Charakter entspricht dem Wunschbild der Verantwortlichen möglicherweise ein kleines bisschen mehr. Da ist die Unruhe-und-Bling-Bling-Gefahr deutlich niedriger.“

Werner? „Lieber spät als nie“

Weiterhin argumentierte der Ex-Bayern-Star mit der positionellen Flexibilität des RB-Stürmers, welche für eine Verpflichtung spreche. „Er kann sowohl ganz vorne an Lewandowskis Stelle spielen, hängend dahinter oder auf den Flügeln. Und günstiger dürfte er auch sein. Ich hab ohnehin nicht verstanden, warum man ihn nicht verpflichtet hat, als man ihn auf dem Silbertablett angeboten bekam. Aber lieber spät als nie“, so die Worte des ehemaligen Weltfußballers.

Folglich stellt er klar, dass er sich im Falle des Falles heute eher für Werner statt für Sané entscheiden würde. „Er hat sich in dieser Saison nochmal deutlich entwickelt. Sané konnte durch seine lange Verletzung keinen Boden gut machen. Nicht, dass man mich falsch versteht. Beide Spieler wären ein totaler Mehrwert für die Bayern. Aber wenn ich mich heute entscheiden müsste, wäre ich an Bayerns Stelle für Timo Werner.“ Ob sich der deutsche Rekordmeister dem letztlich anschließt, bleibt abzuwarten. Eine Entscheidung pro Werner würde jedoch auch bestätigen, dass Hansi Flick nach seiner Vertragsverlängerung gegenüber dem Sportdirektor (pro Sané) an Macht gewonnen hat.

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