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Coman: „Was meine Scorerpunkte angeht, sehe ich Verbesserungspotenzial“

Kingsley Coman
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Kingsley Coman wechselte für 21 Millionen Euro von Juventus Turin zum FC Bayern. Nach mehreren Saisons beim deutschen Rekordmeister durfte er viel von Arjen Robben und seinem französischen Pendeant Franck Ribery erlernen. Was er sich abgeguckt hat und wie er zu seinem Verletzungspech steht, verriet er im Interview mit Eurosport.

Seine Karriere begann der 23-Jährige bei Paris St. Germain. Nach lediglich vier Einsätzen bei den Senioren folgte der Wechsel nach Italien, genauer gesagt zu Juventus Turin. Auch bei der „alten Dame“ konnte er sich auf Dauer nicht durchsetzen, weshalb einen neuen Versuch in München startete. Insgesamt lief Coman 147-mal auf und konnte dabei 30 Tore und 33 Vorlagen erzielen.

Coman – Ich habe mir viele Fragen gestellt

2018 hatte er mit großem Verletzungspech zu kämpfen. Sollte dies anhalten, sprach er gar von einem frühen Karriereende. Es kamen Gedanken auf, dass die vielen Verletzungen eventuell eine persönliche Schwäche seien. „Ich habe das damals nach zwei aufeinanderfolgenden Operationen gesagt. Ich kam aus der Sommerpause und musste nach dem ersten Spiel schon wieder unters Messer. Ich habe mir Fragen gestellt. Es war schließlich dreimal im Jahr derselbe Knöchel.“

Nach einer leichten Oberschenkelverletzung im Champions League-Achtelfinale gegen Chelsea kam Coman ein weiteres Mal zurück und wäre nun bereit. „Als der Liga-Stopp aufgrund Corona kam, dachte ich mir: „Mein Gott, du hast echt kein Glück.“ Wenn wir uns aber das Ausmaß der Pandemie ansehen, wird einem klar, dass es viel größere Probleme gibt.“

In der aktuellen Saison kommt Coman auf fünf Tore und fünf Assists. Zu wenig, für den ehrgeizigen Flügelspieler. „Die Zahlen könnten besser sein. Der Saisonstart verlief gut, ich habe bis zur Verletzung gute Spiele absolviert.“

Als der Franzose zum Rekordmeister wechselte, war er hinter Costa, Ribery und Robben lediglich Flügelspieler Nummer vier. Trotzdem konnte er sich langfristig durchsetzen.
„Ich hatte vor zwei Jahren das Gefühl, mich durchgesetzt zu haben. Ich hatte gerade einen neuen Vertrag und war körperlich in einer guten Verfassung. Mein Standing innerhalb des Klubs ist sehr wichtig für mich und ich spüre auch nach den Verletzungen das Vertrauen.“

Mit Juventus Turin, Paris Saint-Germain und eben dem FC Bayern spielte er bereits in drei Topligen. Eine weitere Durchreise nach England und Spanien ist aber nicht geplant. „Ich fühle mich sehr wohl hier. Aber im Fußball geht alles immer schnell. Mein Ziel ist es, so lange es geht auf höchstem Niveau zu spielen und möglichst viele Titel zu holen. Der FC Bayern ist einer der Vereine, bei dem du das erreichen kannst.“