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Politik kritisiert Mai-Pläne der DFL: „Es werden zu viele Corona-Tests für den Fussball verschwendet“

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Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Gerüchte und Spekulationen rund um eine mögliche Bundesliga-Fortsetzung im Mai. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge plant die DFL den Spielbetrieb Anfang des kommenden Monats wieder aufzunehmen. SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist alles andere als begeistert von dieser Idee.

Die „BILD Zeitung“ hatte gestern berichtet, dass die DFL derzeit mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 2. oder 9. Mai rechnet. Kommende Woche wird die DFL-Mitgliederversammlung über die weitere Vorgehensweise diesbezüglich beraten.

Während es zuletzt positive Signale aus der Politik bezüglich einer Bundesliga-Fortsetzung im Mai gab, hat sich SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach deutlich gegen einen Neustart ausgesprochen.

Werden die Corona-Tests zum Engpass für die Bundesliga?

Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist die strikte Einhaltung von Sicherheits- und Hygienevorgaben. Gerüchten zufolge zählen hierzu auch regelmäßige Corona-Tests der Spieler vor und nach jedem Spieltag. Genau darin sieht Lauterbach ein Problem. Im Gespräch mit dem „SPIEGEL“ äußerte er sich wie folgt dazu: „Wir sind derzeit nicht mal in der Lage, jeden zu testen, bei dem es medizinisch sinnvoll sein könnte, geschweige denn jeden Verdachtsfall. Die Frage ist, ob das die beste Verwendung der knappen Tests ist für das Luxusgut Fußball“. Demnach bräuchte man etwa 20.000 Corona-Tests bis zum Ende der Saison für allen Beteiligten.

Zudem befürchtet der 57-jährige einen „sehr hohen medizinischen und logistischen Aufwand“. Laut Lauterbach könnte dies auch zu Unverständnis in der Bevölkerung führen, da der „Profi-Fussball einen Sonderweg“ bekommt und viele Unternehmen derzeit von der Corona-Krise bedroht sind.