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Gesundheitsexperte Lauterbach gegen Bundesliga-Neustart

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Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die Fußball Bundesliga plant einen Wiedereinstieg in den Spielbetrieb Anfang Mai, die „Bild“ berichtete, dass der 09.05. als Datum präferiert werden würde. Nach Veröffentlichung des Plans gab es harte Kritik, nicht zuletzt die eigenen Ultra-Gruppierungen, die sich klar gegen Geisterspiele aussprachen.

Es ist ein schmaler Grad, der hier getroffen werden muss. Auf der einen Seite die existenziellen Sorgen der Vereine, daran angelehnt Tausende direkte und indirekte Arbeitsplätze, auf der anderen Seite die „moralische Vernunft“ und das Sicherstellen von Corona-Tests für Pflegeheime und die allgemeine Bevölkerung.

Lauterbach – „Fanansammlungen in privaten Räumen“

Es droht ein weiterer heftiger Streit der DFL mit den „Ultras“ der Bundesliga-Vereine. Die Deutsche Fußball Liga denkt an die Vereine, Fans und das Überleben der Profi-Vereine. Der „Kicker“ gab Preis, dass im Falle eines Saison-Abbruches mehrere Klubs vor der Insolvenz stehen würden, darunter auch ruhmreiche Vereine wie der FC Schalke oder der VFL Bochum.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach positionierte sich, ähnlich wie die „Ultras“, klar gegen Geisterspiele aus. Auf Twitter kritisierte der 57-Jährige die Pläne des Deutschen Fußballs. Insbesondere das „Verbrauchen“ der Tests sei in der aktuellen Situation noch nicht möglich. „Es ist falsch Zehntausende Tests für Geisterspiele zu verbrauchen, während in den Pflegeheimen und bei Lehrern noch nicht ausreichend getestet werden kann.“

Immer wieder kommt die Frage der „Systemrelevanz“ auf. Klar ist, Fußball ist für viele das schönste Hobby der Welt, allerdings ist es eben Zeitvertreib. Für Vereine hingegen nicht, die benötigen dringend die Einnahmen der Fernsehgelder. Die öffentliche Meinung ist im Grunde genommen folgende: Sollten genügend Kapazitäten für Tests vorhanden sein, dass man die Bevölkerung problemlos nach der Viruserkrankung testen lassen kann, dann ist der Plan der DFL durchaus vertretbar. Hat man die Kapazitäten aber nicht, und danach sieht es aktuell aus, dann sollte man einen Wiedereinstieg der Bundesliga nach hinten verschieben.