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Robert Koch-Institut hält Bundesliga-Neustart für nicht sinnvoll

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Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Während sich Spitzenpolitiker und zahlreiche Bundesliga-Funktionäre gestern noch optimistisch gezeigt haben in Sachen Bundesliga-Fortsetzung, sind die Experten weiterhin zurückhaltend diesbezüglich. Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, steht den geplanten Coronavirus-Tests in der Bundesliga sehr skeptisch gegenüber.



Wackeln die DFL-Pläne für einen Liga-Neustart am 9. Mai? Das Robert Koch-Institut (RKI) hält es nicht für sinnvoll, Fussball-Profis regelmäßig auf das Coronavirus zu testen. Lars Schaade, Vizepräsident des RKI, äußerte sich am Dienstag zu den aktuellen Diskussionen und ist wenig begeistert von den Plänen der Bundesliga.

„Warum sollten Sportler routinemäßig gescreent werden?“

Im Rahmen der turnusmäßigen RKI-Pressekonferenz zur aktuelle Lage der Coronavirus-Pandemie, betonte Schaade, dass es keinen Grund „Massen-Tests“ bei Sportlern durchzuführen: „Ich sehe nicht, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen, ob die nun Sportler sind – man kann sich ja auch alles andere ausdenken, was möglicherweise ein gewisses gesellschaftliches Interesse hat, – warum die routinemäßig gescreent werden sollen“.

Das RKI plädiert dafür, die Coronavirus-Tests nur für „medizinische Indikationen“ einzusetzen. Also nur im Rahmen von therapeutischen oder diagnostischen Maßnahmen bei einem bestimmten Krankheitsbild.

Voraussetzung für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga sind jedoch routinemäßige Tests der Spieler, da der Mindestabstand in einem Fussballspiel nicht eingehalten werden kann. Insgesamt könnten Gerüchten zufolge bis zum Saisonende mehr als 20.000 Tests zusammenkommen.