Bundesliga

DFL-Chef Seifert über den Bundesliga-Neustart: „Die Politik trifft die Entscheidung“

Christian Seifert
Foto: Arne Dedert/Pool/Getty Images

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat sich nach der Mitgliederversammlung mit den 36 Profi-Klubs über das weitere Vorgehen im Zuge der Corona-Krise geäußert. Der 50-jährige betonte am Donnerstag, dass die Liga bereit ist den Spielbetrieb am 9. Mai wieder aufzunehmen. Die Finale Entscheidung darüber fällt jedoch die Politik Ende April.



Nach knapp dreistündigen Beratungen mit den 36 Profi-Klubs aus der Bundesliga und der 2. Liga hat sich DFL-Chef Christian Seifert über das weitere Vorgehen geäußert. Laut dem 50-jährigen ist die Bundesliga bereit den Spielbetrieb Anfang Mai wieder aufzunehmen. Seifert betonte jedoch, dass die finale Entscheidung darüber erst Ende April fallen wird: „Die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung fällt die Entscheidung. Sollte diese sagen, es ist der 9. Mai, dann sind wir bereit. Wir müssen den Verantwortungsträgern ein Konzept präsentieren, dass diese Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet sind“.

Laut Seifert hat die DFL keinen „festen Plan“, sondern viel mehr eine Strategie wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergehen kann.

„Sollte es die nationale Lage erfordern, wird der Profifußball aufhören“

In den vergangenen Tagen gab es viel Kritik an den DFL-Plänen den Spielbetrieb zeitnah wieder aufzunehmen. Vor allem die Tatsache, dass die Bundesliga mehr als 20.000 Corona-Tests benötigt, um die Saison zu Ende zu spielen stößt bei den Experten auf Unverständnis.

Seifert kann diese Kritik nicht wirklich nachvollziehen: „Alle Labore haben genug Kapazität, um die Spieler zu testen. Wenn wir den Spielbetrieb aufnehmen, werden wir von Tag zu Tag überprüfen, was verantwortbar ist“. Er betonte zudem, dass der Fussball keine Sonderrolle einnehmen möchte: „Für den Fall, dass Testkapazitäten knapp werden, wird der Fußball zurückstecken. Sollte es die nationale Lage erfordern, wird der Profifußball aufhören“.

Der Liga-Chef geht jedoch davon aus, dass die Kritik auch in Zukunft nicht verstummen wird: „Die Bedenken dazu werde es jedoch in einigen Monaten auch noch geben“.