Bundesliga

TV-Chaos in der Bundesliga: Der Streit zwischen der DFL und Eurosport droht zu eskalieren

Fussball Bundesliga
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bittere Nachrichten für die Fussballfans in Deutschland. Aktuellen Medienberichten zufolge könnte es zum Liga-Neustart im Mai zu einem TV-Zoff kommen zwischen Eurosport und der DFL kommen. Grund dafür: Eurosport verweigert weiterhin die Zahlung der letzten TV-Rate an die Deutsche Fussball Liga. Die DFL hingegen droht dem TV-Sender nun mit einem Sendeverbot.



Die Erleichterung war groß als DFL-Boss Christian Seifert vergangene Woche bekannt gab, dass man mit den Medienpartnern der Bundesliga eine einvernehmliche Lösung gefunden hat, wie es im Zuge der Corona-Krise mit den ausstehenden TV-Geldern weitergeht. Einziger Wermutstropfen: mit Eurosport konnte sich die DFL nicht verständigen. Der TV-Sender verweigert nach wie vor die Zahlung der fälligen Gelder, solange der Ball in der Bundesliga ruht.

Nach Informationen der „Sport BILD“ könnten durch den drohenden Streit zwischen der DFL und Europsport am Ende der Streaming-Anbieter DAZN und die Fussballfans in die Röhre gucken.

Kommt es zum TV-Blackout nach dem Neustart?

Wie die „Sport BILD“ berichtet droht der Zwist zwischen der DFL und Eurosport zu eskalieren. Fakt ist: solange Eurosport die ausstehenden TV-Gelder nicht auszahlt, darf DAZN keine Bundesliga-Spieler mehr übertragen. Der US-amerikanische Streamingdienst-Anbieter hat sich im Sommer 2019 die Bundesliga-Rechte von Eurosport gesichert, ist jedoch kein direkter Vertragspartner der DFL.

Insgesamt stehen somit noch 14 Spiele Live-Spiele in der laufenden Saison auf der Kippe: sechsmal Bundesliga am Freitagabend, je zwei Partien am Sonntagmittag und am Montagabend. Dazu kommen die vier Relegationsspiele zwischen 1. und 2. Liga sowie zwischen 2. und 3. Liga.

Konkret geht es um eine Rate in Höhe von 10 Mio. Euro, welche bereits seit Ende April fällig ist. Zu den konkreten Gründen wollte sich der TV-Sender nicht äußern. Diese liegen jedoch auf der Hand: der Mutterkonzern Discovery ist, auch aufgrund der Corona-Krise, finanziell unter Druck geraten. Der Weiterverkauf der Rechte an DAZN war bereits ein Indiz dafür, dass Eurosport keinen wirklichen Mehrwert mehr in der Bundesliga sieht.

Wie die „Sport BILD“ berichtet, könnte es unter Umständen zu einer außerordentlichen Kündigung seitens Eurosport kommen. Dann müsste die DFL das TV-Paket für die kommende Saison neu ausschreiben oder direkt an DAZN vergeben. Zu welchen Konditionen ist indes offen.