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Rettig kritisiert den FC Bayern: Angekündigte Transferoffensive ist ein „falsches Signal“

Andreas Rettig
Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Andreas Rettig, einst Manager bei mehreren Bundesligisten und von 2013 bis 2015 auch Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach kritisch zu den Auswüchsen des modernen Fußballs und auch zum FC Bayern München geäußert. Inmitten der Corona-Krise meldete sich der 57-Jährige bei „Sky Sport News HD“ nun auch wieder zu Wort.



Bezugnehmend auf die Ankündigung von Bayern-Sportchef Hasan Salihamidzic, für die neue Saison einen „internationalen Star“ und ein „Toptalent“ verpflichten zu wollen, machte Rettig aus seinem Unverständnis keinen Hehl: „Bei allen Verdiensten des FC Bayern, aber in der jetzigen Phase von einer Transferoffensive zu sprechen, ist ein falsches Signal.“

Sinnvoller wäre es laut Rettig, der FC Bayern würde über „eine Charmeoffensive in Richtung Fans und Mitglieder und Gesellschaft sprechen. „Ich glaube, das wäre in diesen Tagen besser“, so der zuletzt für den FC St. Pauli tätige Funktionär. Grundsätzlich freilich müsse der FC Bayern „für sich selber bewerten, welche Strategie er an den Tag legt in diesen Tagen.“ Zwischen den Zeilen ließ Rettig indes keinen Zweifel daran, dass aus seiner Sicht ein Weg mit Großinvestitionen nicht der richtige wäre.Trotz dieser Kritik werden sich die Bayern aber kaum von ihrem Vorhaben, den Kader in der nächsten Transferperiode aufzuwerten, abbringen lassen. Nach wie vor gilt Leroy Sane (Manchester City) als heißer Kandidat. Aber auch der Name Kai Havertz (Bayer Leverkusen) macht unverändert die Runde, wohingegen Tmo Werner wohl von der Kandidatenliste gestrichen werden kann.