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Sportministerkonferenz sieht Risiken bei Geisterspielen

Corona-Krise
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Die Sportministerkonferenz (SMK) hat sich vergangene Woche zwar für die Wiederaufnahme der Fussball Bundesliga ausgesprochen, doch die SMK-Vorsitzende Anja Stahmann betonte am Montag, dass es durchaus Risiken bei den geplanten Geisterspielen gibt.

Die Deutsche Fussball-Liga steht vor der Woche der Entscheidung. Am kommenden Mittwoch wird die Politik darüber entscheiden ob und wann die Bundesliga ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen kann. Auch wenn es in den vergangenen Tagen von vielen Spitzenpolitiker und Institutionen positive Signale gab, gibt es noch keine finale Freigabe.

Klar ist: Die DFL und die Bundesliga darf sich bei einem Bundesliga-Neustart keinerlei Fehltritte erlauben. Auch die SMK-Vorsitzende Anja Stahmann nimmt die Liga in die Pflicht.

DFL muss höchstmögliche Transparenz gewährleisten

Im „Deutschlandfunk“ äußerte sich Stahmann wie folgt zu der geplanten Spielbetriebsaufnahme in der Bundesliga: „Das ist eine Sache mit Risiken und Nebenwirkungen, wenn man Geisterspiele stattfinden lassen will. Aber wenn es Geisterspiele gibt, fordert die SMK höchstmögliche Transparenz“.

Laut Stahmann sei das DFL-Konzept jedoch inhaltlich schlüssig und damit „kann man arbeiten“. Zudem habe sich der Liga-Verband nicht „versucht, durchzuschummeln“.

Die Kritik an an einer Sonderrolle für den Fussball kann Stahmann indes nachvollziehen: „In der Öffentlichkeit sagen die Leute zu Recht, warum ein Geisterspiel und noch kein Gottesdienst? Warum sind die Spielplätze zu, aber Millionäre dürfen Fußball spielen?“.

Auch Bundesinnenminister Horst Seehhofer hatte am Wochenende den Liga-Neustart im Mai begrüßt, zeitgleich jedoch betont, dass sich die Liga an die entsprechenden Maßnahmen halten muss. Unter anderem fordert Seehofer strikte Quarantäne-Regeln, die so nicht im DFL-Konzept vorgesehen sind.