Bundesliga

Bundesliga mit Zuschauern ab der neuen Saison? Politik macht neue Hoffnung!

Corona-Krise
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

In den vergangenen Wochen wurde viel darüber spekuliert und diskutiert wann die Fans wieder ins Stadion können. Experten und die DFL selbst rechnen nicht mit einer Zuschauer-Rückkehr vor 2021. Mit Stephan Weil und Michael Kretschmer haben sich nun jedoch zwei Ministerpräsidenten für eine deutliche schnellere Rückkehr ausgesprochen.

Bis zum 31. August sind Großveranstaltungen in Deutschland nicht erlaubt, unter dieser Corona-Maßnahme fallen auch Spiele der Fußball Bundesliga. Ob und wie es danach weitergeht ist derzeit noch offen. Die wenigsten Fans rechnen, dass sie in diesem Jahr nochmals ein Spiel live im Stadion erleben werden.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) machen den Fans aber neuen Hoffnung. Beide plädieren dafür, dass die Fans ab der neuen Saison wieder in die Stadien dürfen. Für den Vorstoß gibt es Zustimmung und Kritik.

„Man sollte nicht übertreiben“

In der „BILD am Sonntag“ äußerte sich Weil wie folgt dazu: „Nach der Sommerpause müssen wir klären, ob Stadion auch mit weniger Abstand geht, weil die Infektionsrate so niedrig ist und es eine Kontaktnachverfolgungs-App gibt, falls doch ein Infizierter dort war“.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer kann sich eigenen Aussagen vorstellen ab dem 1. September die Stadien für die Fans zu öffnen: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden. Mundschutz und 1,5-Meter-Sicherheitsabstand reichen nach menschlichem Ermessen aus, um sich nicht anzustecken. Dann sind zwar die Stadien nicht ausverkauft, aber es gibt wieder Spiele vor Publikum“.

Während Weil und Kretschmer sehr optimistisch sind, tritt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf die Bremse. Der CSU-Politiker hält nichts von einer zu frühen Debatte über eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien der Fußball Bundesliga, wie er am Sonntag im „Doppelpass“ betonte: „Mit Corona kann man keinen Deal machen. Es ist vernünftiger und klüger, Schritt für Schritt zu gehen. Man sollte nicht übertreiben, wir haben gerade mal einen Spieltag absolviert“.

Der 53-jährige möchte keine Prognosen diesbezüglich abgeben, deutete jedoch eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft wenn es soweit ist: „Wenn es keine zweite Welle geben sollte, kann man über vieles nachdenken“.