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Europäische Klubvereinigung ECA rechnet mit Milliardenverlusten durch die Corona-Krise

Europäische Klubvereinigung ECA
Foto: FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images

Die Corona-Krise stellt den europäischen Fußball vor extreme Herausforderungen, vor allem finanzieller Natur. Die Europäische Klubvereinigung ECA rechnet mit Einnahmeverlusten zwischen vier und sieben Milliarden Euro in den kommenden knapp zwei Jahren.

Die anhaltende Coronavirus-Pandemie wird den europäischen Fußball verändern, die Frage ist nur wie stark? Während es in den vergangenen Wochen zahlreiche Diskussionen über mögliche Auswirkungen auf den Transfermarkt und die Gehaltsstrukturen im Profi-Bereich gab, hat die Europäische Klubvereinigung ECA erstmals konkrete Einnahmeverluste beziffert.

„Die Klubs werden die Hauptlast tragen“

ECA-Geschäftsführers Charlie Marshall hat sich im neuen „KPMG Football Benchmark“-Bericht erstmals konkreter zu den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise geäußert. Demnach rechnet die ECA über die nächsten 18 Monate mit Einnahmeverlusten zwischen vier und sieben Milliarden Euro für ihre Mitglieder. Die Werte gelten demnach für die zehn größten Ligen, welche für 85 Prozent der Gesamtumsätze im europäischen Klubfußball ausmachen.

Marshall geht zudem davon aus, dass die Klubs die Corona-Folgen langfristig spüren werden: „Ohne Zweifel werden die Auswirkungen des Coronavirus noch in den kommenden Jahren zu spüren sein, und die Klubs werden die Hauptlast zu tragen haben“.

Die Klubvereinigung ECA besteht aus knapp 200 Vereinen. Vorsitzender der Interessenvertretung ist Andrea Agnelli, Präsident von Juventus Turin. Zum Vorstand gehören auch BVB-Chef Hans-Joachim Watzke und der FC Bayern-Justiziar Michael Gerlinger.