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Flick dämpft Transfer-Erwartungen: „Wir haben bereits einen sehr guten Kader“

Hansi Flick
Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Die Bundesliga scheint entschieden, im DFB Pokal steht man im Halbfinale. Der große Fokus des FC Bayern liegt aber auf den August. Denn in jenem Monat wird, aller Voraussicht nach, die Champions League-Endrunde stattfinden. Der deutsche Rekordmeister ist – auch schon vor der Corona-Pause – das formstärkste Team Europas, 2020 gar noch ohne Niederlage. Trotzdem verfolgt man auf dem Transfermarkt weitere Ziele. Unmengen an Geldern wird man aber nicht zur Verfügung haben, wie Cheftrainer Hansi Flick im Gespräch mit der „Frankfurter Rundschau“ erläutert.

In den letzten Jahren haben die Fans des FC Bayern vergeblich auf den „Wow“-Transfer gewartet. Zwar kam mit Lucas Hernandez ein teurer Defensiv-Spieler von Atletico Madrid, aber ein Verteidiger erweckt nun einmal nicht die Begeisterung, wie es ein Offensivspieler getan hätte. Transferziel-Nr. 1 bleibt dem Vernehmen nach Leroy Sane und Kai Havertz war in der Vergangenheit ebenfalls immer wieder ein Thema. Flick, der als großer Fan des Leverkuseners gilt, dämpft aber nun die Hoffnungen auf zwei Mega-Transfers.

„Wir brauchen eine kluge Transferpolitik“

Der 55-Jährige glaubt, dass sich der Transfermarkt zumindest für die deutschen Teams, verändern wird. Die Engländer, Franzosen und Spanier werden weiterhin durch ihre Geldgeber unterstützt: „Die Topklubs in England und Frankreich werden mit den Investoren im Rücken stark bleiben, die Spanier auch.“ Obwohl der FC Bayern in den letzten Jahren eher gespart hat, sind die Geldmittel dennoch begrenzt: „Unsere Möglichkeiten sind weit entfernt von unerschöpflich. Wir brauchen eine gute Transferpolitik. Und wir haben ja auch einen sehr guten Kader“.

Unter „kluge“ Transfers könne man eine Verpflichtung von Sane einordnen. Der Vertrag des 24-Jährigen läuft 2021 aus, die Bayern hoffen auf eine Ablösesumme in Richtung 50 Millionen Euro. Sollte man sich auf diesen Betrag mit den „Skyblues“ einigen, wäre dies auf jeden Fall als Erfolg zu werten. Im letzten Sommer, als der deutsche Primus vergeblich nach einem Außenspieler gesucht hat, setzten die anderen Vereine die Preise nach oben. Darunter auch Manchester City, die noch 100 Millionen Euro haben wollten.

Nun also das Zeichen an die Konkurrenz: Der FC Bayern muss sich nicht zwingend verstärken und bezahlt keine Mond-Preise.