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Finanzielle Schieflage: Premier League macht 670 Mio. Euro Verlust

Premier League
Foto: Mike Hewitt/Getty Images

Die englische Premiere League gilt als reichste Fußballliga der Welt. Laut den Finanzexperten von „Vysyble“ ist die EPL jedoch nicht wirklich wirtschaftlich. Demnach haben die Premier-League-Klubs in der Saison 2018/19 einen Gesamtverlust von 673 Millionen Euro erlitten.

Obwohl die Premier League in der vergangenen Saison neue Rekordeinnahmen in Höhe von 5,78 Mrd. Euro verbuchen konnte, hat man rote Zahlen geschrieben. Laut einer aktuellen Analyse von „Vysyble“ beläuft sich der Gesamtverlust auf satte 673 Mio. Euro. Maßgeblich verantwortlich für dieses Ergebnis sind die hohen Spielergehälter auf der Insel: Die englischen Klubs haben in der Saison 2018/19 mit 3,5 Mio. Euro an Lohnkosten einen neuen erreicht.

Vysyble-Direktor Roger Bell äußerte sich wie folgt zu der Analyse: „Die Zahlen für 2018/19 sind ein beunruhigendes und zutiefst besorgniserregendes finanzielles Ergebnis der englischen Fußball-Liga und symptomatisch für die tieferen Probleme mit dem Finanzmodell“.

Coronavirus-Pandemie sorgt für weitere Verluste

Besorgniserregend ist vor allem die Tatsache, dass die Verluste vor der aktuellen Corona-Krise verbucht wurden. Für die Saison 2019/20 dürfte das Ergebnis wegen der Coronavirus-Pandemie deutlich schlechter ausfallen.

Den Vereinen droht unter anderem eine Rückerstattung von 370 Millionen Euro wegen der TV-Rechte. Hinzu kommen entgangene Einnahmen, weil die Saison ab dem 17. Juni vor leeren Rängen fortgesetzt wird.

Laut Bell ist die Corona-Krise jedoch nicht das Kernproblem der Premier League: „COVID-19 ist nicht die Ursache für die finanzielle Schieflage des Fußballs. Das Virus ist lediglich der Beschleuniger dessen, was unsere Daten sehr klar und sehr korrekt als ein viel längerfristiges Problem identifiziert haben“.