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Statistik enthüllt: Liverpool hat für den CL-Titelgewinn am meisten investiert

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Foto: VALERY HACHE/AFP via Getty Images

Mehr als 180 Mio. Euro hat der FC Liverpool in der Saison 2018/19 für neue Spieler ausgegeben und damit so viel wie kein anderer CL-Sieger in den vergangenen zehn Jahren. Dies hat eine aktuelle Analyse von „Tribuna“ ergeben. Dass man die Königsklasse deutlich „günstiger“ gewinnen kann, hat indes Real Madrid 2016/17 bewiesen.

Das Online-Portal „Tribuna“ hat sich mit den letzten zehn CL-Siegern beschäftigt und vor allem mit der Frage wie viel Geld die jeweiligen Teams in ihrer Erfolgssaison für neue Spieler ausgegeben haben. Die Bandbreite reicht von 30 Mio. Euro und geht hoch bis mehr als 180 Mio. Euro.

Liverpool hat für den CL-Titel viel Geld in die Hand genommen

In der vergangenen Saison hat der FC Liverpool satte 182,8 Mio. Euro für Spieler-Transfers ausgegeben. Darunter befinden sich auch Alisson Becker (62,5 Mio. Euro), Naby Keita (60 Mio. Euro) und Fabinho (14,7 Mio. Euro). Alle samt waren in der Vorsaison Schlüsselspieler unter Jürgen Klopp und maßgeblich an dem Triumph in der Königsklasse beteiligt. Mit 182,8 Mio. Euro haben die Reds so viel Geld ausgegeben für den CL-Gewinn wie kein anderes Team in den vergangenen zehn Jahren.

Mit 175,5 Mio. Euro musste auch Real Madrid 2013/14 viel Geld investieren, um die Champions League zu gewinnen und die langersehnte „Decima“ perfekt zu machen. Interessant ist dabei jedoch die Tatsache, dass allein Gareth Bale 101 Mio. Euro gekostet hat. Andere Neuzugänge wie Carvajal (6,5 Mio. Euro), Isco (30 Mio. Euro) und Casemiro (6 Mio. Euro) schafften es später den großen Durchbruch bei den Königlichen.

Platz 3 im Ranking geht an den FC Barcelona, die in der Saison 2014/15 mit 166,7 Mio. Euro ebenfalls tief in die Tasche gegriffen haben für den CL-Sieg. Allein Luis Suarez schlug 81,7 Mio. Euro zur Kasse. Marc-Andre ter Stegen und Bravo wechselten jeweils für 12 Mio. Euro zu den Katalanen und auch Ivan Rakitic wurde für 18 Mio. Euro vom FC Sevilla verpflichtet.

FC Bayern CL-Sieg 2013
Foto: Alex Grimm/Getty Images

Der FC Bayern hatte bei seinem Titelgewinn 2012/13 mit 70,3 Mio. Euro Transfer-Ausgaben, im Vergleich zu den anderen Teams, eine durchaus moderate Transferpolitik an den Tag gelegt. Mit Javi Martinez (40 Mio. Euro), Mario Mandzukic (13 Mio. Euro) und Dante (5 Mio. Euro) hat man jedoch drei wichtige Spieler auf dem Weg zum CL-Sieg verpflichtet.

Den günstigsten CL-Triumph sicherte sich Real Madrid 2016/17, als man lediglich 30 Mio. Euro für Alvaro Morata bezahlt hat. Kurioserweise war der Stürmer in dieser Saison nicht wirklich an dem Titelerfolg in der Königsklasse beteiligt. Morata kam in der K.o.-Phase lediglich auf einen Treffer und stand in sieben Spielen gerade einmal 26 Minuten auf dem Platz.

Die CL-Sieger der letzten zehn Jahre und deren Transferausgaben in der Titelsaison

  • 2009/10 – Inter Mailand – 94,2 Mio. Euro
  • 2010/11 – FC Barcelona – 72,5 Mio. Euro
  • 2011/12 – FC Chelsea – 96,6 Mio. Euro
  • 2012/13 – FC Bayern – 70,3 Mio. Euro
  • 2013/14 – Real Madrid – 175,5 Mio. Euro
  • 2014/15 – FC Barcelona – 166,7 Mio. Euro
  • 2015/16 – Real Madrid – 92,5 Mio. Euro
  • 2016/17 – Real Madrid – 30 Mio. Euro
  • 2017/18 – Real Madrid – 40,5 Mio. Euro
  • 2018/19 – FC Liverpool – 182,8 Mio. Euro