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Bundesliga-TV-Rechte: Sky und DAZN erhalten den Zuschlag – bei erheblichen Einnahmeverlusten

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Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Am Montag wird die Deutsche Fußball-Liga den neuen TV-Vertrag für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 offiziell vorstellen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird es seit 18 Jahren zu keiner Steigerung der Einnahmen kommen. In Sachen Medienpartner gibt es indes keine Überraschungen: Sky, DAZN und die ARD erhalten demnach erneut den Zuschlag für die wichtigsten Medienrechte.

Das zweiwöchige Bieterverfahren für Bundesliga-Medienrechte ist beendet und damit auch der Kampf um die begehrten Lizenzen für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25. Wie die „WELT am Sonntag“ berichtet, wird DFL-Chef Christian Seifert am Montag einen drastischen Rückgang bei den Einnahmen verkünden. Erstmals seit 18 Jahren nach der Pleite der Kirch-Gruppe wird die Bundesliga keine Erlössteigerung bei den TV-Rechten erzielen.

Sky bleibt wichtigster Partner, verliert die Sonntagsspiele aber an DAZN

Nach Informationen der „WELT am Sonntag“ wird die Bundesliga die wichtige Milliarden-Grenze pro Saison zwar überschreiten und damit auf mehr als 4 Mrd. Euro in Summe kommen. Damit liegt man aber knapp 600 Mio. Euro unter dem Ergebnis der letzten Ausschreibung und deutlich unter den Erwartungen, die man vor der Corona-Krise hatte. Noch vor wenigen Monaten rechnete man mit mehr als 5 Mrd. Euro Erlösen für die Bundesliga-TV-Rechte.

Sky
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Während die Einnahmen sinken, wird sich in Sachen Anbieter nichts verändern. Der Pay-TV-Sender Sky bleibt auch in Zukunft der wichtigste Partner der DFL. Sky hat sich demnach die Einzelspiele, die Konferenz und das Topspiel am Samstagabend gesichert. Dennoch musste auch Sky eine herbe Niederlage hinnehmen. Laut der „WELT am Sonntag“ konnte der US-amerikanische Streamingdienst-Anbieter DAZN seine Anzahl an Livespielen von 40 auf 106 steigern. Der Grund dafür: Neben den Freitagsspielen wird DAZN in Zukunft auch alle Sonntagsspiele übertragen.

Andere potenzielle Anbieter wie Amazon, RTL oder die Deutsche Telekom haben bei der Vergabe der Medienrechte keine tragende Rolle gespielt und sich deutlich zurückgehalten. Vor allem bei Amazon ist dies etwas überraschend, der Internetriese hat zuletzt angedeutet, dass man ernsthaftes Interesse an der Bundesliga hat.

Die ARD-Sportschau bleibt erhalten – positive Entwicklung bei der Auslandsvermarktung

Gute Nachrichten gibt es indes für alle Fans der ARD-Sportschau. Der öffentlich-rechtliche TV-Sender hat sich Berichten zufolge erneut die Rechte für die Zweitverwertung der Spiele am Samstagabend gesichert. Damit wird die Bundesliga auch bis 2025 weiterhin im Free-TV zu sehen sein.

Bei der Auslandsvermarktung gab es zudem positive Entwicklungen: Der US-amerikanische Sender ESPN wird ab der Saison 2020/21 knapp 35 Mio. Euro für die Bundesliga-Rechte zahlen, viermal so viel wie bisher. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass die Bundesliga im Ausland weiter an Popularität gewonnen hat.