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DFB-Arzt Meyer über eine mögliche Fan-Rückkehr: „Volle Stadien wird es nur mit einem Impfstoff geben“

Tim Meyer
Foto: imago images

DFL-Chef Christian Seifert hat am vergangenen Samstag bestätigt, dass es auch zum Start der neuen Bundesliga Saison zu keiner Fan-Rückkehr kommen wird. Auch DFB-Chefmediziner Tim Meyer rechnet damit, dass es noch längere Zeit Geisterspiele geben wird.

Der 52-jährige war als Leiter Corona-Taskforce maßgeblich an der Ausarbeitung des Hygienekonzepts für den Sonderspielbetrieb verantwortlich. Im Gespräch mit der „Deutschen Presse-Agentur“ äußerte sich Meyer über eine mögliche Fan-Rückkehr und zeigte sich dabei sehr zurückhaltend: „Ich bin schon zuversichtlich, dass wir einen Impfstoff bekommen werden, der wieder volle Stadien erlaubt. Aber das wird noch dauern“.

DFL muss Hygienekonzept überarbeiten

Auch wenn Meyer eigenen Aussagen zuversichtlich ist, dass ein Impfstoff die Ausbreitung des Coronavirus eindämpfen wird und damit auch wieder „volle Stadien“ möglich sein werden, rechnet der Mediziner nicht mit einer zeitnahen Lösung. Auch Meyer sprach sich für eine „stufenweise Lösung“ aus: „Es ist klar, dass am Anfang keine vollen Stadien denkbar sind. Die Frage lautet: Wie kann man das abstufen?“.

Meyer betonte zudem, dass das bestehende Hygienekonzept für die neue Saison angepasst werden muss: „Ein Konzept mit dem Aufwand, wie es jetzt für diese neun Spieltage in der Bundesliga gefahren wurde, kann man keine Saison lang durchhalten“. Die DFL hat bereits Lockerungen der Corona-Regel angekündigt und die Klubs entsprechend informiert.

Interessant: Meyer ist Teil der Medizinischen Kommission der UEFA und in dieser Funktion in die Planung der UEFA-Wettbewerbe involviert. Demnach wird der europäische Dachverband, dass DFL-Konzept als „Blaupause“ für die geplanten Turniere (CL und EL) im August verwenden.