Bundesliga

Fan-Rückkehr zum BL-Start rückt näher: Behörden in Leipzig erlauben mehr als 20.000 Zuschauer

Bundesliga Fans
Foto: Lars Baron/Getty Images

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Spekulationen über eine mögliche Fan-Rückkehr zum Start der neuen Bundesliga Saison. Während sich DFL-Chef Christian Seifert zuletzt eher zurückhaltend äußerte, werden die Pläne der Klubs immer konkreter. Laut der „BILD Zeitung“ hat RB Leipzig als erster Verein bereits das grüne Licht vom lokalen Gesundheitsamt erhalten.

Die alte Bundesliga Saison ist erst seit ein paar Tagen abgeschlossen und schon laufen die Vorbereitungen und Planungen für die neue Spielzeit 2020/21 auf Hochtouren. Vor allem das Thema Fan-Rückkehr beschäftig die Vereine und die DFL.

Nach Informationen der „BILD Zeitung“ gib es bereits erste Konzepte auf Vereinsebene. In Leipzig könnten demnach zum Bundesliga-Start mehr als 20.000 Fans wieder ins Stadion zurückkehren.

Personalisierte Tickets, keine Speisen und feste Plätze: So läuft die Rückkehr der Fans in der Bundesliga

Wie die „BILD Zeitung“ berichtet, sind der FC Bayern, Borussia Dortmund, der 1. FC Köln und RB Leipzig mit ihren Plänen am weitesten. In Leipzig gibt es demnach bereits das grüne Licht des Gesundheitsamtes für eine Fan-Rückkehr von knapp 20.000 Zuschauern. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich die Infektionszahlen weiterhin positiv entwickeln.

Die Fan-Rückkehr erfolgt jedoch unter strikten Vorgaben: Die Leipziger Red Bull Arena wird in 15 Zonen unterteilt, in die jeweils maximal 2.500 Personen dürfen. Die Tickets werden nur an Dauerkarten-Besitzer vergeben und personalisiert (Name und Handy-Nummer). Zudem gibt es feste Sitzplätze mit einem entsprechenden Mindestabstand. Gäste-Fans sind nicht erlaubt. Maskenpflicht gilt im gesamten Stadion. Während es keine Speisen geben wird, sind Getränke (auch Alkohol) erlaubt.

Die Fans müssen sich zudem auf bestimmte Verhaltensregeln einstellen. Hierzu gehören unter anderem feste Einlasszeiten. Um das Infektionsrisiko zu minimieren soll der öffentliche Nahverkehr vermieden werden. Idealerweise machen sich die Fans zu Fuß oder mit oder mit dem Fahrrad auf den Weg zur Arena.

Die Konzepte sind noch nicht final

Das Leipziger-Konzept scheint keine Blaupause für andere Klubs zu werden. Grund: personalisierte Tickets sind auch in Zeiten der Corona-Krise ein Streitthema in der Liga. Sowohl die DFL als auch viele Verein, unter anderem der BVB, lehnen diese ab. Die Liga möchte den Vereinen die Wahl lassen, wie die Ticketausgabe/-vergabe erfolgt, wichtig sei jedoch, dass eine „adressenseitige Nachverfolgbarkeit“ sichergestellt wird, wie Christian Seifert diese Woche betonte. Vieles läuft darauf hinaus, dass sich die Rückkehr der Fans zunächst auf die Dauerkartenbesitzer der Klubs reduzieren wird, da diese alle samt bereits mit Namen und Anschrift bei den Vereinen registriert sind.

Problematisch ist zudem: Da die Durchführung von Großveranstaltungen Ländersache ist, könnte es unter Umständen zu einem Flickenteppich an Konzepten, Vorgaben und Lösungen kommen. Dieses Szenario möchte die DFL jedoch unbedingt verhindern und drängt auf ein einheitliches Vorgehen.