Bundesliga

Fan-Bündnis „Unser Fußball“ reagiert auf Rummenigge-Kritik: „Nichts verstanden“

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Das Fan-Bündnis „Unser Fußball“ hat auf die Kritik von Bayern-Klubchef Karl-Heinz Rummenigge reagiert. Sprecher Jan-Henrik Gruszecki wies die Rummenigge-Vorwürfe zurück, dass die Ultras im deutschen Fußball zu viel fordern.

Droht ein neuer Fan-Zoff in der Fußball Bundesliga? Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat sich im Gespräch mit der „Sport BILD“ kritisch über die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Fanszene geäußert und dabei betont, dass vor allem die Ultras nur noch Rechte von der DFL und den Klubs einfordern. Laut dem 64-jährigen gäbe es neben den Rechten aber auch Pflichten, an die sich die Fans halten müssen.

Zudem kritisierte der 64-jährige das neu gegründete Fan-Bündnis „Unser Fußball“ und bezeichnete den Namen als „anmaßend“. Demnach sind „Fans Teil des Fußballs, er gehört ihnen aber nicht“. Die Antwort des Bündnisses auf die Rummenigge-Kritik ließ nicht lange auf sich warten.

Wir sagen nicht, „uns gehört der Fußball“

Gegenüber der der „Deutschen Presse-Agentur“ äußerte sich Sprecher Jan-Henrik Gruszecki wie folgt zu Rummenigge und dessen Aussagen: „Fußballfans geben sehr viel – vor allem Zeit und Leidenschaft, alles das, was den Fußball zu mehr macht als nur zu einem Sport. Wer das macht, der darf auch durchaus mal auf Dinge aufmerksam machen“.

Laut Gruszecki zeigen die Aussagen, „dass Karl-Heinz Rummenigge nichts verstanden hat“. Die Fanklubs sagen nicht „uns gehört der Fußball“. Wenn jemand sagt, „wir müssen unseren Planeten retten“, impliziert das ja auch nicht, dass demjenigen selbst der Planet gehört.“

Das Fan-Bündnis „Unser Fußball“ wurde erst vor kurzem gegründet und hat eigenen Angaben zufolge mehr als 2300 Fanklubs- und Gruppierungen sowie über 12.000 Einzelpersonen als Unterstützer.