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Karl-Heinz Rummenigge bereits jetzt Fan des Champions League K.O.-Systems

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Thomas Lohnes/Getty Images

An prestigeträchtiger Stelle am Marienplatz in München wird gerade eine neue „FC Bayern Welt“ gebaut. Bei einer Ortsbegehung beantwortete Karl-Heinz Rummenigge Fragen des „kicker“ zu dem nun ausgetragenen Champions League Modus in K.O.-Spielen. Und der Vorstandschef des FC Bayern München zeigte sich direkt als großer Fan dieses Corona-bedingten, zunächst einmaligen Systems. Mehr Spannung ist gleich größeres Interesse, so Rummenigges Erfolgsformel. In seinen Augen muss – und wird – sich die Champions League dauerhaft reformieren.

Wie der K.O.-Modus, der jetzt ab dem Viertelfinale der Champions League ausgetragen wird, bei den Fans ankommen wird, steht bei Karl-Heinz Rummenigge bereits fest: „Der Modus wird wie eine Bombe einschlagen. Der größte Thrill für den Fan ist das K.-o.-System. Bei zwei Spielen setzt sich aus Erfahrung eigentlich immer die bessere Mannschaft durch, in einem Spiel ist alles möglich. Man kann eine bessere Mannschaft schlagen oder gegen eine schlechtere Mannschaft verlieren.“ Mehr Überraschungen in Duellen klein gegen groß und somit mehr Spannung und Nervenkitzel versprechen größeres Interesse.

Geht es nach dem Bayern-Chef verändert sich der Modus in den K.O.-Runden der Champions League dauerhaft. „Jetzt gibt es gerade eine Reform-Diskussion zu 2024. Wenn ich eines empfehlen darf: Wir müssen etwas tun, wenn es in die K.-o.-Phase kommt. Ich glaube nicht, dass wir eine vergrößerte Gruppenphase brauchen, sie ist jetzt schon mit acht Gruppen und vier Mannschaften am vierten oder fünften Spieltag entschieden. Das haut die Zuschauer nicht von den Sesseln. Wir müssen schauen, dass wir an die K.-o-Phase mehr Fleisch an die Knochen bringen. Da muss man kluge Entscheidungen fällen, dass die Reform dazu führt, dass der Hunger auf die Champions League größer wird.“ Und mehr Hunger der Fans, beziehungsweise TV-Konsumenten, bedeutet gleichzeitig mehr Ertrag für die teilnehmenden Vereine. Ein Aspekt, den Rummenigge bei seinem Reform-Plädoyer sicherlich nicht unbedacht gelassen hat.

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Rummenigge: UEFA muss für Reform sorgen, aber nicht isoliert

Verantwortlich für eine entsprechende Reform des bedeutensten Vereinswettbewerb der Fußball-Welt ist die UEFA, wie auch Karl-Heinz Rummenigge bekräftigt. Allerdings muss eine Veränderung der europäischen Königsklasse im Dialog von anderen Parteien mit der UEFA erstellt werden. „Das ist ihr Wettbewerb. Involviert sind die ECA, die Ligen, weil die auch mit den Auswirkungen leben müssen. Es fangen jetzt die Gespräche an. Ursprünglich war geplant, dass im November eine Entscheidung fällt, das kann ich mir gerade nicht vorstellen. Man muss sich nicht unter zeitlichen Druck setzen. Das wichtigste ist, dass man am Ende eine Reform findet, die die Champions League noch attraktiver macht – und nicht breiter macht. Ich bin ein Freund der Qualität und nicht der Quantität.“

Die Frage lautet für Karl-Heinz Rummenigge lediglich noch, wann und in welcher Form die Champions League verändert wird, nicht mehr ob überhaupt. „Die Reform wird es geben. Das ist ein grundsätzlicher Beschluss des europäischen Fußballs. Es liegen mehrere Optionen auf dem Tisch. Ich empfehle Qualität statt Quantität.“ Bei dem Gewicht, das das Wort von Karl-Heinz Rummenigge im europäischen Fußball genießt, wird diese Empfehlung sicherlich Gehör finden.