Bundesliga

Enthüllt: So viel Geld verlieren die Bundesliga-Klubs durch weitere Geisterspiele

Allianz Arena
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und zahlreiche weitere Spitzenpolitiker haben sich zuletzt deutlich gegen eine zeitnahe Fan-Rückkehr in der Bundesliga ausgesprochen. Sollten die Geisterspiele zur neuen Saison weiterhin andauern, würde dies zu massiven finanziellen Einbußen bei den Klubs führen.

Während die DFL und die Bundesliga-Klubs mit Hochdruck an einer Rückkehr der Zuschauer arbeiten, ist die Politik in Deutschland scheinbar nicht bereit diese Pläne durchzuwinken. Zahlreiche Politiker hatte sich zuletzt öffentlich gegen eine zu schnelle Fan-Rückkehr ausgesprochen und sich für ein Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober stark gemacht. Grund: Die steigenden Corona-Infizierungen in Deutschland lassen eine Fan-Rückkehr nicht zu.

Laut „BILD Zeitung“ und „FAZ“ würde eine Verlängerung der Geisterspiele zu massiven Verlusten innerhalb der Bundesliga führen.

Geisterspiele: Bayern und BVB verlieren 3 Mio. Euro pro Spieltag

Die beiden Zeitungen haben ermittelt wie hoch die finanziellen Einbußen für die Klubs wären. Demnach verlieren allein der FC Bayern und Borussia Dortmund pro Spieltag rund 3 Mio. Euro. Beim FCB sei damit „nur“ ca. 7 Prozent des Gesamtbudgets in Gefahr, beim BVB sind es bereits 10 Prozent.

Es gibt jedoch andere Vereine, die eine Verlängerung der Geisterspiele viel stärker treffen würde. Bei Werder Bremen z.B wären es 20 Prozent und auch RB Leipzig (15 Prozent) und bei Hertha BSC (14 Prozent) würde man dies deutlich spüren.

Auch wenn weitere Geisterspiele in der Bundesliga finanziell betrachtet ein herber Rückschlag für die Klubs wären, zeigen die Verantwortlichen Verständnis für die Entscheidung der Politik. Werder-Manager Frank Baumann äußerte sich wie folgt dazu: „Die Lage lässt dies aktuell nicht zu. Die Gesundheit der Bevölkerung hat absoluten Vorrang“.

Beim FC Bayern arbeitet man indes weiter an einem konkreten Konzept für „Tag X“ wie Klubchef Karl-Heinz Rummenigge verriet: „Wir hatten letzten Donnerstag eine Begehung mit dem Gesundheitsamt München in der Allianz Arena. Wir haben das Glück, dass wir das größte Parkhaus haben, das es im Sport gibt mit 13 000 Parkplätzen. Durch dieses Parkhaus ist es auch möglich, eine Befüllung mit anderen Voraussetzungen zu gewährleisten, als es in anderen Stadien möglich ist“.