Bundesliga

TV-Geld-Verteilung in der Bundesliga: Leki kündigt „Preis-Leistungs-Quote“ an

Oliver Leki
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

In der aktuellen Diskussion rund um die Verteilung der TV-Gelder in der Fußball Bundesliga hat DFL-Präsidiumsmitglied Oliver Leki angekündigt, dass es zu einer Reform ab der Saison 2021/22 kommen wird. Der Finanzchef des SC Freiburgs kündigte eine sog. „Preis-Leistungs-Quote“ an.

In den vergangenen Monaten gab es eine intensive Debatte über die Verteilung der Medienerlöse in der Bundesliga. Vor allem die kleinen Klubs fordern ab der Saison 2021/22 eine gerechtere Aufteilung der TV-Gelder.

Während sich DFL-Boss Christian Seifert jüngst gegen eine Gleichverteilung ausgesprochen hat, deutete Präsidiumsmitglied Oliver Leki nun eine Reform der TV-Geld-Verteilung an.

„Der sportliche Erfolg sollte weiter im Vordergrund stehen“

Gegenüber dem „kicker“ äußerte sich Leki, wie folgt dazu: „Ich halte nichts von einer Gleichverteilung, weil das dem Leistungsgedanken im professionellen Sport völlig zuwider läuft. Der sportliche Erfolg, der sich nun mal im Tabellenplatz ausdrückt, sollte weiter im Vordergrund stehen“.

Der 47-jährige betonte aber zugleich, dass man ganz genau hinschauen muss, wer mit welchen Mitteln Erfolge feiert: „Was mir fehlt, ist eine Komponente, die das Verhältnis von sportlichem Erfolg zu finanziellem Einsatz honoriert. Denn das ist ganz sicher auch eine Leistungsdimension“.

Leki verdeutliche dies an einem konkreten Beispiel: „Wenn zwei Klubs auf Rang acht und neun landen, der Neunte aber nur die Hälfte des Etats des Achten zur Verfügung hatte, finde ich dieses Ergebnis hoch anerkennenswert.“

Derzeit werden die Medienerlöse über ein sehr kompliziertes Konstrukt, welches auf sieben Säulen beruht, verteilt. Das Hauptkriterium ist der sportliche Erfolg: die Fünfjahreswertung in der Bundesliga macht in Summe 70 Prozent aus. Dabei wird jedoch nicht berücksichtigt wie viel Geld die Vereine investiert haben um den Erfolg zu erreichen.

Kleinere Vereine sind in der Mehrheit

Das DFL-Präsidium möchte bis zum Jahresende entscheiden wie die 1,1 Milliarden Euro pro Spielzeit ab der Saison 2021/22 an die 36 Profiklubs ausgeschüttet werden. In den letzten Wochen ist ein Streit um TV-Geld-Verteilung innerhalb der Bundesliga entfacht.

Während sich große Klubs wie der FC Bayern und Borussia Dortmund deutlich gegen eine Reform ausgesprochen haben, drängen die kleineren Klubs darauf. Entscheidend dabei ist: Seit August des vergangenen Jahres wird das neunköpfige Präsidium von Vertretern der mittelgroßen und kleinen Vereinen dominiert, somit ist eine Reform deutlich wahrscheinlicher als in der Vergangenheit.