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Rummenigge bestätigt: „Die Gründung einer Super League war durchaus ein Thema“

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Spekulationen über die Gründung einer „Super League“ in der die europäischen Top-Klub gegeneinander antreten. Bayern-Klubchef Karl-Heinz Rummenigge bestätigte diese Gerüchte nun, betonte aber zugleich, dass die Münchner diese Pläne niemals befürwortet hätten.

Beim „Phrasenmäher“-Podcast von „bild.de“ hat Rummenigge erstmals tiefere Einblicke in die Thematik „Super League“ gewährt. Der 64-jährige äußerte sich wie folgt dazu: „Es gab Bestrebungen dazu, da mache ich keinen Hehl raus. Es gab immer wieder, speziell aus dem Süden Europas, Bestrebungen, eine Super League zu gründen“.

Laut Rummenigge wollten die Vereine aus Spanien und Italien damit der Vormachtstellung der englischen Premier League entgegenwirken: „Wir haben in Europa alle eine Benchmark namens Premier League. Die Premier League hat drei Mal so hohe Einnahmen wie wir in der Bundesliga, die spanische und die italienische Liga. Dadurch haben wir auf dem Transfermarkt natürlich alle einen klaren Wettbewerbsnachteil“.

„Der FC Bayern ist gegen eine Super League“

Der „Spiegel“ hatte Ende 2018 enthüllt, das der FC Bayern und andere Top-Klubs den Ausstieg aus den nationalen Ligen prüfen würden. Für Rummenigge stand dies jedoch nie ernsthaft zur Debatte: „Die Fans mögen ihre nationale Liga. Ich glaube, wenn es ein Spiel wie Dortmund gegen Schalke gibt, dann hat das für die Fans einen unglaublich hohen Stellenwert und das mögen sie lieber als Dortmund gegen Manchester United“.

Zeitgleich betonte der FCB-Vorstandboss, dass die Münchner sich gegen eine Super League ausgesprochen haben: „Wir glauben, dass eine Super League nicht die Lösung des Fußballs ist. Wir glauben, eine Super League würde die Spitze des Fußballs noch dominanter machen. Und das kann nicht im Interesse des Fußballs sein“.