Bundesliga

Die Stimmen zur Pleite gegen Hoffenheim: „Wir suchen keine Ausreden und müssen die Situation annehmen“

Hansi Flick
Foto: Hansi Flick

Nach 32 ungeschlagenen Spielen in Folge musste sich der FC Bayern erstmals wieder geschlagen geben. Die Flick-Elf ging am Sonntag mit 1:4 gegen die TSG Hoffenheim unter. Nach dem Spiel zeigten sich die Münchner entsprechend enttäuscht.

Trainer Hansi Flick war sichtlich bemüht die kurze Regenerationszeit nach dem Sevilla-Spiel nicht als Grund für die erste Bundesliga-Niederlage seit Dezember 2019 verantwortlich zu machen. Vielmehr zeigte er sich voll des Lobes über die Hoffenheimer und seinem Ex-Kollegen Sebastian Hoeneß: „Ich schiebe es bei uns nicht alles auf Müdigkeit. Wir haben es nicht geschafft, entschlossener Chancen rauszuspielen. Riesen-Kompliment an Hoffenheim und auch an Sebastian Hoeneß. Sie waren sehr gut eingestellt. Man hat immer einen Gegner und der war heute sehr gut,“ so der Bayern-Coach.

Seine Mannschaft nahm der 55-jährige trotz der herben Pleite in Schutz: „Ich kann meiner Mannschaft, was Einsatz und Wille betrifft, nichts vorwerfen. Wir haben dem Gegner viel ermöglicht, bei uns waren wir nicht so durchschlagkräftig. Wir müssen es abhaken, wir werden die Dinge mitnehmen, die uns besser machen“, blickt er bereits wieder nach vorne. Zufrieden zeigte er sich dabei mit seinen Führungskräften Thomas Müller und Joshua Kimmich: „Sie sind heute immer wieder angelaufen, sie haben es versucht, noch zu drehen. Das war top, sie waren mit die Spieler, die herausgestochen sind“.

„Wir wissen, was uns erwartet“

Auch FCB-Kapitän Manuel Neuer betonte nach dem Spiel, dass die Mannschaft wusste was in dieser Saison auf sie zukommt: „Wir suchen keine Ausreden. Man hat ja schon in der vergangenen Saison gemerkt, dass alle paar Tage ein Spiel ist. Wir wissen, was uns erwartet und müssen die Situation annehmen.“

Für TSG-Coach Sebastian Hoeneß war es dagegen ein erfolgreiches erstes Wiedertreffen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber: „Es ist genau so gelaufen, wie wir uns das vorgenommen haben. Wir waren immer wieder gefährlich, wir haben die Box richtig stark verteidigt. Wir sind gefährlich geblieben. Das ist richtig gut gelaufen. Die Qualität in meiner Mannschaft ist mir klar. Gerade nach Umschaltsituationen und mit viel Raum sind sie richtig gut. Das Team hat gezeigt, was es kann“, lobt der Hoffenheim Coach. Dabei schränkte er aber, unter Berücksichtigung der Umstände für die Bayern, auch ein wenig ein. „Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass die Bayern zuletzt ein Spiel über 120 Minuten hatten“, relativiert er.

Dem pflichtete auch Sportdirektor Alexander Rosen bei: „Es war ein überragender Nachmittag. Wir haben eine herausragenden Leistung gebracht. Es war eine Stimmung wie bei 30.000 Zuschauern“, freut er sich. „Wir müssen aber auch die Strapazen des Gegners sehen. Man muss sagen, dass sie vor drei Tagen ein Spiel hatten. Wir haben diese Belastung den Gegner sofort spüren lassen,“ so Rose. Die Hoffenheimer haben als Tabellenführer nun allen Grund zu feiern: „Ein kleines Schlückchen muss es sein heute,“ sagte er schmunzelnd.