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Trotz Corona-Krise: Premier League knackt erneut die Milliardengrenze bei den Transferausgaben

Premier League
Foto: Mike Hewitt/Getty Images

Während zahlreiche Vereine in Europa Corona-bedingt den Gürtel deutlich enger schnallen mussten in Sachen Sommer-Transfers, hat die englische Premier League, als einzige Liga, erneut die Milliardengrenze bei den Transferausgaben geknackt.

Mit knapp 1,38 Mrd. Euro haben die englischen Vereine erneut mit Abstand am meisten Geld für neue Spieler investiert. Besonders interessant: Laut den aktuellen Zahlen von „transfermarkt.de“ sind die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr nur um etwa 220 Mio. Euro gesunken.

Die Premier League hat sich in den vergangenen Monaten erneut als Käufer-Liga präsentiert. Den 1,38 Mrd. Euro Ausgaben stehen knapp 475 Mio. Euro Einnahmen gegenüber, was zu einem satten Transferdefizit in Höhe von 901 Mio. Euro führt.

Kurios: Leeds United als Premier League-Aufsteiger hat über 100 Mio. Euro für Transfers ausgeben.

La Liga und Bundesliga erzielen Transferüberschuss

Anders als in England, waren die Vereine in den anderen europäischen Ligen deutlich zurückhaltender. Die Bundesliga-Klubs haben laut „transfermarkt.de“ 321 Mio. Euro für neue Spieler ausgegeben, das sind 426 Mio. Euro weniger als noch im vergangenen Sommer. Zudem hat das deutsche Oberhaus mit 1,7 Mio. Euro einen leichten Transferüberschuss generiert.

Im Vergleich mit Italien (747 Millionen Euro), Frankreich (434) und Spanien (412) gaben die deutschen Vereine zudem am wenigsten Geld für neues Personal aus.  Die spanische La Liga kommt sogar auf einen Transferüberschuss von rd 84 Mio. Euro, so viel wie keine andere Top-Liga.

Transferausgaben der Top 5-Ligen in Europa

  1. Premier League: 1,38 Mrd. Euro
  2. Serie A: 763 Mio. Euro
  3. Ligue 1: 434 Mio. Euro
  4. La Liga: 410 Mio. Euro
  5. Bundesliga: 323 Mio. Euro