Bundesliga

Fan-Rückkehr 2.0 – Bundesliga-Klubs fordern Lockerung der Corona-Auflagen

Allianz Arena
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Während die Teilzulassung der Zuschauer zum Bundesliga-Start von vielen Verantwortlichen in der Liga als „wichtiger Schritt zur Rückkehr in die Normalität“ gefeiert wurde. Hadern mittlerweile mehr Klubs über die Reglungen für die Fan-Rückkehr in die Stadien. Wie der „kicker“ berichtet, fordern derzeit immer mehr Vereine eine Lockerung der Corona-Auflagen ab November.

Nach dem ersten Jubel über die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien, wird die zu starke Orientierung an dem 7-Tage-Inzidenz-Wert (Fälle in einer Woche pro 100 000 Einwohner) in der Bundesliga kontrovers diskutiert. Auch am kommenden Wochenende stehen erneut viele Geisterspiele an, weil der entsprechende Grenzwert von 35 überschritten wird. Besonders bitter: Während manche Vereine vor leeren Rängen spielen, können andere auf die Unterstützung von mehr als 10.000 Fans zurückgreifen. Mit Blick auf die bald auslaufende Testphase fordern die Klubs nun eine Überprüfung und Anpassung der Reglungen.

Wie geht es im November weiter?

In knapp zwei läuft der aktuelle Probebetrieb in der Bundesliga aus, dann wird sich die Politik erneut mit der Frage beschäftigen wie man mit der Fan-Rückkehr in der Bundesliga weiter verfährt. Die Klubs im deutschen Oberhaus bereiten sich jetzt schon auf die entsprechenden Diskussionen vor. Stefan Reuter vom FC Augsburg äußerte sich im „kicker“ wie folgt dazu: „Wir wünschen uns eine fakten-basierte Diskussion darüber, ob man diese Regelung modifizieren sollte. Die Bundesliga hat an allen Standorten gezeigt, dass sie Spiele mit Zuschauern unter Einhaltung der Hygienevorschriften sehr gut durchführen kann. Wir sprechen ja nicht von einer Vollauslastung, sondern aktuell von 20 Prozent“.

Heißt im Klartext: Die Vereine haben in den vergangenen Wochen bewiesen, dass ihre Hygiene-Konzepte greifen und der Test erfolgreich verlaufen ist. Auch Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln und DFL-Vorstandsmitglied, forciert eine Lockerung der Corona-Auflagen für die Teilzulassung der Fans in der Bundesliga: „Wir sollten uns grundsätzlich fragen, ob wir nur den Inzidenzwert betrachten oder das umfangreiche Hygienekonzept der Klubs heranziehen. Unseres ist als tragfähig und hervorragend eingestuft worden“.

Vor allem der viel zitiere Inzidenz-Wert ist den Vereinen ein Dorn im Auge. Diese Methodik sorgt für eine maximale Unerreichbarkeit und hat zuletzt immer häufiger dazu geführt, dass Spiele kurzfristig vor leeren Rängen ausgetragen wurden. Die Klubs bleiben in diesem Fall dennoch auf den hohen Kosten sitzen.

Wie es im November mit der Fan-Rückkehr weitergeht ist derzeit vollkommen offen. Mit Blick auf die aktuelle Gesamtlage in Deutschland, ist es jedoch nur schwer vorstellbar, dass Bund und Länder die Zügel lockern. Im Gegenteil: In vielen deutschen Städten wird derzeit eine Verschärfung der Corona-Auflagen diskutiert.