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Neue europäische Premier League? Bayern sollen treibende Kraft sein

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

In den letzten Jahren schwebte den europäischen Top-Teams schon länger die Möglichkeit vor Augen, eine eigene Liga zu gründen. Wirklich konkret wurden die Pläne jedoch bislang nicht. Dies könnte sich jedoch bald ändern. So berichtete „Sky Sports“, dass 18 Klubs die Idee einer europäischen Premier League vorantreiben möchten. Neben dem FC Liverpool und Manchester United soll auch der FC Bayern Pläne erarbeiten, die von der FIFA unterstützt werden. Insgesamt sollen unglaubliche fünf Milliarden Euro ausgeschüttet werden.

Sehen wir die Münchner ins Zukunft häufiger gegen Madrid und Manchester, statt gegen Freiburg und Mainz? Aktuell ist eine neue Mega-Liga geplant, in der 16 bis 18 europäische Top-Klubs im Liga-System gegeneinander antreten sollen. Aktuell sind mehr als ein dutzend Teams aus den Top-Ligen England, Spanien, Italien, Deutschland und Frankreich an den Planungen beteiligt, wie „Sky Sports“ berichtet. Während die UEFA nicht Involviert sein soll, fungiert die FIFA als unterstützende Instanz. Die Spiele sollen während der regulären Saison ausgetragen werden und sowohl Hin- als auch Rückspiele enthalten. Damit würden die beteiligten Teams auf mehr als 30 Spiele pro Saison kommen.

Reizvoll ist für die Klubs vor allem der finanzielle Aspekt. So sollen bei der Veranstaltung dank der US-Bank JP Morgan insgesamt fünf Milliarden Euro fließen. Weitere Banken könnten die Summe weiter nach oben treiben. Die Planungen sollen laut „Sky Sports“ schon recht weit sein. So wird die offizielle Verlautbarung wird angeblich bereits Ende Oktober herausgegeben. Bereits am Dienstag sollen entscheidende Details geklärt werden sein. Der Start der europäischen Premier-League ist für 2022 angedacht.

Fällt die Champions League den Planungen zum Opfer?

Natürlich wirft der Plan einige Fragen auf. So ist unklar, inwiefern die Liga Auswirkungen auf die Bundesliga und die Champions-League haben würde. Wenngleich Karl-Heinz Rummenigge in der Vergangenheit schon öfter mit einer europäische Top-Liga sympathisiert hatte, betonte er zuletzt erneut, der Bundesliga nicht den Rücken kehren zu wollen. 34 Bundesliga Spiele und etwa ebenso viele Premier League Spiele scheint ein schwer vorstellbares Szenario zu sein. Eine Bundesliga ohne dem FC Bayern und möglicherweise Dortmund und Leipzig erscheint ebenfalls kaum möglich und würde vielen Fans missfallen.  Die Champions-League müsste in diesem Szenario wohl mit ziemlicher Sicherheit ohne den europäischen Top-Klubs stattfinden, was die Veranstaltung ebenfalls extrem entwerten würde. So reizvoll die Liga sowohl finanziell als auch sportlich wäre, so bringt sie zahlreiche Probleme mit sich. Demnach könnten auch einige Fans dem Fußball den Rücken kehren, denen die zunehmende Kommerzialisierung ohnehin schon ein Dorn im Auge ist.