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Weiße Weste: „The Wall“ Manuel Neuer macht die 200 Spiele voll

Manuel Neuer
Foto: imago images

Weltmeister, Champions League-Sieger und viermaliger Welttorhüter: Bayern-Torwart Manuel Neuer hat alle großen Titel erreicht, die man als Fußballer erreichen kann. Bei zahlreichen Titel-Gewinnen, wie zuletzt dem CL-Finale gegen Paris, stand der 34-Jährige mit seinen überragenden Paraden auch noch im Mittelpunkt des Geschehens. Nachdem 4:0 gegen Atletico Madrid, darf sich Neuer über ein ganz besonderes Jubiläum freuen. So blieb der Schlussmann in seiner Bayern-Zeit zum zweihundertsten mal ohne Gegentor. 

Nach dem vermeintlichen 1:2-Anschlusstor von Atletico Madrid war es wieder soweit. Die Hand von Manuel Neuer schoss nach oben, um den Schiedsrichter auf eine Abseitsposition aufmerksam zu machen. Soweit nichts besonderes, so ist der sogenannte „Reklamierarm“ fast schon so legender wie seine Glanztaten. Doch als dieser gar nicht mehr nach unten gehen wollten, hatte man dann doch ein Eindruck, dass hier irgendetwas nicht stimmte. Tatsächlich standen zwei Atletico-Spieler in Abseitsposition im Sichtfeld von Neuer, weshalb der Treffer zurecht aberkannt wurde. Durchatmen bei Schlussmann Neuer und seinen Vorderleuten. Das 200. Spiel ohne Gegentor war also doch noch an diesem Abend möglich. Gegen 22:50 Uhr war es dann auch soweit: Im 394. Pflichtspiel für die Bayern hielt Neuer den Kasten 200 mal sauber. Demzufolge kassierte der viermalige Welttorhüter im Schnitt nicht mal in jedem zweiten Spiel ein Gegentor.

Mit Händen und Füßen überragend: Kein Torhüter ist so komplett wie Neuer

Die Wahnsinns-Quote hat Manuel Neuer vor allem seiner großen Stärke im Eins gegen Eins zu verdanken. Baut sich der 1,93-Hüne vor seinem Gehäuse auf, dann schrumpft das Tor für den Schützen gefühlt um mehrere Meter. So gewann Neuer in den letzten drei Finals gegen Paris, Sevilla und Dortmund je mindestens ein direktes Duell gegen den gegnerischen Angreifer. Doch auch sonst ist Neuer ein kompletter Torwart, der sowohl über starke Reflexe als auch eine sichere Strafraumbeherrschung verfügt. Doch der Bayern-Keeper kann längst nicht nur den Kasten sauber halten. Mit seinen Fußballerischen Qualitäten kann er auch in jeder Situation angespielt werden und als Libero agieren. Nicht umsonst gilt Neuer als „Revolutionär“ des modernen Torwartspiels. Noch hat Neuer bei den Bayern bis 2023 Vertrag. Genug Zeit also, die Wahnsinns-Bilanz noch weiter auszubauen.