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Sepp Meier adelt Neuer: „Kann auch 300 mal ohne Gegentor bleiben“

Manuel Neuer
Foto: Sascha Steinbach - Pool/Getty Images

Am vergangenen Mittwoch war es soweit. In der Champions-League-Partie gegen Atletico Madrid blieb Schlussmann Manuel Neuer im Dress der Bayern zum 200. mal ohne Gegentor. Damit überholte er auch Torwart-Legende Sepp Meier, dem dieses Kunststück 199 mal gelang. Dieser sieht Neuer noch lange nicht am Ende seines Schaffens.

Mit Sepp Meier, Oliver Kahn oder Manuel Neuer ist es eine Münchner Tradition, über Torhüter zu verfügen, die eine ganze Generation geprägt haben. Dabei standen sie in zahlreichen Spielen kaum im Mittelpunkt des Geschehens. Die Kunst eines Bayern-Torhüters ist es, im entscheidenden Moment da zu sein, selbst wenn über eine Stunde lang nichts gefährliches in Richtung Kasten kam. Manuel Neuer gelingt dies ausgezeichnet, wie seine Wahnsinns-Statistik beweist. So benötigte er für die 200er-Marke lediglich 394 Spiele. Die „Katze von Anzing“ sieht Neuer derweil noch lange nicht am Ende. „Ich bin mir sicher, dass er sogar über 300 Spiele ohne Gegentor bleiben kann. Das schafft er. Neuer wird auch im Alter von 39 Jahren noch hervorragende Leistungen bringen“, ist sich Meier sicher. Damit würde der 34-Jährige auch den „Titan“ überholen, der in 632 Spielen 247 mal ohne Gegentor blieb.

„Wenn im Tor eine Flasche steht, ist das auch für die Hintermannschaft schlecht“

Für Sepp Meier ist die Grundlage für eine stabile eine Defensive sowohl eine sattelfeste Verteidigung als auch ein starker Torwart, zumal diese sich gegenseitig Sicherheit geben.  „Wenn im Tor eine Flasche steht, ist das für die Hintermannschaft schlecht. Bei Neuer wissen sie aber um seine Weltklasse, daher kann auch mal ein Ball zu ihm durchrutschen.“ Die Abwehr würde dann automatisch besser spielen, erklärte die Vereinslegende. Zu Alexander Nübel hat Meier ebenfalls eine klare Meinung. Ginge es nach diesem, würde Nübel nicht die Ersatzbank hüten, sondern in einem anderen Spielpraxis sammeln.