Champions League

Die Stimmen zum CL-Sieg gegen Salzburg: „Am Ende haben wir eine Schippe draufgelegt“

RB Salzburg vs. FC Bayern
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der FC Bayern hat auch sein drittes Gruppenspiel in der UEFA Champions League gewonnen. Ähnlich wie zuletzt gegen Moskau konnten die Münchner spielerisch jedoch nicht wirklich überzeugen. Erst in der Schlussphase drehte der deutsche Rekordmeister nochmals auf. Spieler und Verantwortliche zeigten sich nach dem 6:2-Auswärtserfolg nicht vollends zufrieden.

Drittes Spiel, dritter Sieg: Die Münchner sind in der Champions League weiterhin nicht aufzuhalten. Nach dem knappen 2:1-Erfolg gegen Lok Moskau vor einer Woche, feierte man einen weiteren Auswärtssieg in der Königsklasse. Die Flick-Elf setzte sich am Dienstagabend mit 6:2 gegen RB Salzburg durch.

Wirklich zufrieden waren die Bayern mit ihrem Auftritt in der Red Bull Arena jedoch nicht. Jerome Boateng zeigte sich durchaus selbstkritisch, betonte aber zugleich, dass es ein verdienter Sieg war: „Es war das erwartet schwere Spiel. Salzburg hat gut gespielt, wir hatten gute und schlechte Phasen. Am Ende haben wir gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Das zeichnet uns aus. Wir wollen immer gewinnen und haben am Ende eine Schippe draufgelegt“.

Auch für Leroy Sane war es bis zur Schlussphase ein ausgeglichenes Spiel: „Wenn man auf das Ergebnis schaut, denkt man vielleicht, es war ein einfaches Spiel. Aber wir haben uns schwer getan. Gegen Ende haben wir es sehr gut gemacht. Nach dem 2:2 von Salzburg haben wir nicht aufgehört und haben weiter Druck gemacht. Wir haben einige Torchancen zugelassen, aber wir hatten auch einige sehr gute Möglichkeiten. Wir hätten mehr Ruhe gehabt, wenn wir eine davon gemacht hätten“.

Thomas Müller war nicht wirklich überrascht, dass Salzburg sich als harter Brocken präsentiert hat: „Heute wären die Fans auf ihre Kosten gekommen. Salzburgs Spielweise war uns bekannt, deshalb hat mich der Spielverlauf nicht überrascht. Sie spielen mit einigem Risiko und so war es klar, dass es ein Schlagabtausch werden kann. Salzburg war mutig und wurde teilweise dafür belohnt. In der Defensive haben sie einige Lücken offenbart. Man muss festhalten, dass wir 6:2 gewonnen haben – insofern war es ganz okay für uns“.

„Es klingt blöd, aber hier war viel mehr drin heute“

RB-Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic haderte nach dem Spiel mit dem Ergebnis: „Wir wollten zu viel. Wir waren sehr knapp dran am 3:2, dann fällt es auf der Gegenseite und dann fällt es zu hoch aus. Es klingt blöd bei 2:6, aber hier war viel mehr drin heute“.

Auch Teamkollege Max Wöber zeigte sich enttäuscht, weil die Salzburger lange Zeit gleichwertig agierten: „Bis zum 2:3 waren wir auf Augenhöhe. Unglaublich. Dann sind Fehler passiert, die nicht passieren dürfen. Wir müssen das Positive herausstreichen – und das ist, dass wir als Salzburg über weite Strecken mithalten konnten. Aber von ganz vorne bis ganz hinten fehlt uns die Coolness. Wir müssen abgeklärter sein“.

Salzburg-Coach Jesse Marsch betonte, dass das Ergebnis den Spielverlauf nicht wirklich gerecht wird: „2:6 repräsentiert das Spiel nicht. Wir waren richtig gut, nach dem 2:3 ist aber der Bann gebrochen. 75 Minuten haben wir der besten Mannschaft der Welt die Stirn geboten. Wir haben in drei Spielen wirklich gut gespielt, es ist schade, dass wir erst einen Punkt haben. Da müssen wir lernen“.