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Möglicher Ersatz für Alaba: Die Gerüchteküche brodelt

Dayot Upamecano
Foto: imago images

Nach dem Vertragschaos rund um David Alaba werden einige (mitunter durchaus namhafte) Alternativen gehandelt. Der 28-jährige österreichische Nationalspieler, seines Zeichens Abwehrchef der Bayern, wird den Rekordmeister vermutlich zum Saisonende verlassen.

Turbulente Tage liegen hinter dem FC Bayern und seinem bisher treu gebliebenen Innenverteidiger David Alaba. Nach 12 Jahren Vereinszugehörigkeit wurde der Österreicher aktuell mehrmals mit einem Vereinswechsel in Verbindung gebracht. Nachdem der FC Bayern ein verbessertes Vertragsangebot vorgelegt und kurioserweise wieder zurückgezogen hat, stehen die Zeichen auf Abschied.

Bayern-Präsident Herbert Hainer äußert sich auf die Nachfrage, ob man nun mit einer Jagd nach einer Wachablöse für Alaba rechnen könne, schlicht mit: „Natürlich, wir müssen für die Zukunft planen.“

Diese Aussage ist ein gefundenes Fressen für all jene, die gerne die Kochlöffel schwingen und mit den Grillzangen klappern, um die Gerüchteküche aufkochen zu lassen. Wir nennen einige der möglichen Alternativen.

Dayot Upamecano (22, RB Leipzig)

Es handelt sich nicht um das erste Mal, dass der Franzose mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht wird. Schon im April diesen Jahres wurde über eine vertragliche Einigung mit den Bayern spekuliert. Mit einem frischen Arbeitspapier bei den Leipzigern, das Upamecano bis 2023 an den Verein bindet, wird der Jungspund relativ beschwerlich loszueisen sein. Ein entsprechendes Sümmchen müsste fließen. Mit starken Leistungen in Bundesliga und Champions-League macht der 22-jährige allerdings auch ganz schön von sich reden.

Eric Garcia (19, Manchester City)

Gerade hat der FC Bayern noch bei ManCity gewildert und den deutschen Nationalspieler Leroy Sané für 45 Mio. Euro an die Säbener Straße gelotst, da wird schon der nächste Spieler der Citizens in den Bayern-Pott geworfen: Eric Garcia ist deshalb besonders interessant, weil er mit seinen 19 Jahren, bereits 27 Einsätzen für Manchester City und (was ihm eine besonders attraktive Note gibt) einem im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag eine günstige und Entwicklungspotential mitbringende Alternative darstellt.

Dan-Axel Zagadou (21, Borussia Dortmund)

Bezüglich einer Alternativverpflichtung für Alaba erweitert sich der Pool an Franzosen. Dan-Axel Zagadou gehört dazu. Mit 21 Jahren, viel Bundesliga-Erfahrung (60 Pflichtspiele für den BVB) und einem –  genau wie Alaba – starken linken Fuß passt er zu den Anforderungen der Bayern wie die Faust aufs Auge. Ein Allrounder wie der Österreicher ist Zagadou allerdings nicht. Sein Zuhause ist klar einzig und allein die Innenverteidigung.

Aus dem Vollen schöpfen: Interne Lösungen

Bei den noch jungen und einsatzwilligen Tanguy Nianzou (18) und Chris Richards (20) brauchen die Bayern noch etwas Geduld, wenn sie aus den beiden absolut unverzichtbare Größen wie einen David Alaba formen wollen. Hier zeigt sich aber auf jeden Fall großes Potential: Die beiden haben bereits bewiesen, dass sie bundesligatauglichen Fußball spielen können.

Ansonsten stehen den Bayern mit Lucas Hernández (24), Benjamin Pavard (ebenso 24) und Jérôme Boateng (32) weitere Spieler zur Verfügung, die alle den vakanten Posten füllen könnten. Ein Geheimtipp ist zudem der ehemalige Münchner Rekord-Einkauf Javi Martínez. Er hat bereits in der Bundesliga gegen Köln bewiesen, dass er stets zur Stelle ist, wenn man ihn braucht.