Bundesliga

Ohne zwei Top-Stars: Das sind die wertvollste Startformationen beim Bundesliga-Kracher

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Es ist das absolute Spitzenduell, das die Bundesliga zu bieten hat. Nicht nur sportlich sind die Bayern und der BVB die erfolgreichsten Teams der Liga, auch was die Marktwerte angeht, sind die Dauerrivalen oben auf. Vergleicht man die beiden teuersten Startformationen, so kommen die Bayern auf 886 Millionen und die Borussia auf 716 Millionen. 

Gemäß den Marktwerten des Wirtschaftsunternehmens KPGM sollten am Samstag also Stars im Gesamtwert von gut 1,6 Milliarden Euro auf dem Feld stehen. Ganz so ist es natürlich nicht, zumal beide Teams verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen haben und die Trainer nicht zwangsläufig auf die teuersten Spieler zurückgreifen. Dies gilt zum Beispiel für die Torwartformation. Laut KPGM-Marktwerten würde Alexander Nübel (17,8 Millionen) im Tor stehen, der auch BVB-Keeper Bürki (12,5 Millionen) hinter sich lässt. Den Vorteil auf der Torwartposition haben die Münchner auch auf dem Platz, wenngleich hier Kapitän Neuer selbstredend gesetzt ist.

Münchner in der Abwehr vorne, jedoch von Verletzungssorgen geplagt

Auch in der Viererkette verfügen die Münchner mit Pavard (55 Millionen), Süle (32,7 Millionen), Hernandez (36,8 Millionen) und Davies (88,8 Millionen) über die wertvolleren Spieler. So kommen Meunier, Zagadou, Akanji und Guerreiro gemeinsam lediglich auf 125,5 Millionen. Mit der Realität hat jedoch auch dies wenig zu tun. So fallen bei den Münchnern Davies, Pavard und Süle aus, wohingegen Alaba (33 Millionen) und Boateng (12 Millionen/transfermarkt.de) in die Startelf rücken. Bei den Dortmundern fällt sofort das Fehlen von Hummels auf, dass wie bei Neuer seinem höheren Alter zuzuschreiben ist. Fällt dieser verletzt aus, wird auch nicht Zagadou in die Startelf rücken, sondern vermutlich Thomas Delany. Kehrt der Ex-Bayern-Profi jedoch auf den Platz zurück, dürften zumindest in der Realität die Abwehrreihen ansatzweise ähnlich stark sein.

Kimmich und Goretzka die Bosse im Mittelfeld

Wenig überraschend haben die Münchner mit dem Top-Duo Kimmich (93,7 Millionen) und Goretzka (56,9 Millionen) auch im zentralen Mittelfeld die Nase vorne. Im Gegensatz zur Dortmunder Zentrale mit Bellingham (40 Millionen) und Brandt (66 Millionen) sollten die Bayern auch mit den teuersten Spielern den Rasen betreten. Auf Seiten der Dortmunder wird hingegen Routinier Witsel gesetzt sein, während sich Bellingham, Dahoud und Brandt einen Dreikampf liefern. Wie auch immer sich Trainer Favre entscheidet, der Qualitätsabfall im Vergleich mit den Bayern ist im zentralen Mittelfeld wohl am eklatantesten. Da große Spiele oft im zentralen Mittelfeld entschieden werden, könnten sich die Bayern daraus einen entscheidenden Vorteil ziehen.

BVB und Bayern in der Offensivabteilung gleichauf

Blickt man ins offensive Mittelfeld, so geht es extrem knapp zu. Gnabry (89,2 Millionen), Müller (42,3 Millionen) und Sané (81,1 Millionen) besitzen einen Gesamtmarktwert von 212,6 Millionen. Die Dortmunder kommen mit Sancho (135 Millionen), Reus (29,9 Millionen) und Hazard (57,7 Millionen) auf 217,6 Millionen. Ähnlich knapp wie bei den Marktwerten, dürfte es auch auf dem Feld zugehen, wenngleich hier die Bayern leicht im Vorteil sein sollten. So sind Müller und Gnabry derzeit besser drauf als Reus und Sancho. Im Gegensatz zu den vorherigen Positionen ist es auch durchaus möglich, dass beide Teams auch mit den teuersten Spielern auflaufen.

Dies gilt natürlich auch für den Angriff. Trotz seiner 32 Jahre kommt Super-Star Lewandowski mit 81,12 Millionen nicht an den 20-Jährigen Haaland (100 Millionen) ran. Auf dem Feld muss sich der Pole selbstverständlich vor keinem Angreifer der Welt verstecken. Allerdings beziehen die Marktwerte enorm das Alter der Akteure mit ein, was jedoch auf dem Feld kein Vor- oder Nachteil sein muss. Dort zählt nur die Leistung und diese wird am Ende den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben.