Bundesliga

Nach der Länderspielpause: Bundesliga-Klubs bangen um ihre Spieler

Niklas Süle
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Die Länderspielpause in der Fußball Bundesliga neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Die Klubs blicken gebangt auf die Rückkehr ihrer Spieler, vor allem mit Blick auf potenzielle neue Corona-Fälle.

Während Corona-Infizierungen im Frühjahr bzw. Sommer in der Fußball Bundesliga eher die Ausnahme waren, gab es in den vergangenen Wochen zahlreiche neue Fälle. Medienberichten zufolge sind es mehr als 90 bestätigte Fälle im deutschen Oberhaus. Mit Blick auf die jüngsten Länderspielreise wird diese Zahl in den kommenden Tagen aller Voraussicht nach weiter ansteigen.

Testen, isolieren, bangen

Das Prozedere wird in kommenden beiden Tagen überall gleich aussehen: testen, isolieren und bangen. Bangen, dass sich die Spieler auf den zahlreichen Reisen nicht infiziert haben. Welche sportlichen Ausmaße die Corona-Krise mittlerweile erreicht hat, wird am Beispiel der TSG Hoffenheim deutlich. Nach dem positiven Test von Offensivspieler Sargis Adamjan bei der armenischen Nationalmannschaft, befinden sich mittlerweile sieben Profis der Kraichgauer auf der Covid-19-Liste. Dazu kommen noch ein Betreuer und ein Mitglied des Trainerteams. Die TSG hatte diese Woche eine Spielverlegung für das Derby gegen den VfB Stuttgart beantragt, die DFL lehnte dies jedoch ab.

Auch wenn Hoffenheim die 15 geforderten Profis stellen kann, ist es dennoch ein deutlicher Nachteil. Grund: Bei den Infizierten handelt es sich fast ausnahmslos um Stammkräfte. Trainer Sebastian Hoeneß wird mehr improvisieren müssen als ihm recht ist.

DFL-Chef Christian Seifert hat sich im „kicker“ zuletzt kritisch über Länderspiele in Corona-Zeiten geäußert und betont, dass die Interessen der Klubs und Ligen über denen der nationalen Verbände liegen, vor allem wenn es um „belanglose“ Freundschaftsspiele geht, welche es in den vergangenen Tagen zuhauf gab.