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Superliga? FIFA-Präsident Infantino: „Es gibt Modelle, über die wir nachdenken sollten“

FIFA-Präsident Gianni Infantino
Foto: FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Diskussionen und Spekulationen rund um die Gründung einer neuen Superliga, welche als Konkurrenz gegen die UEFA Champions League antreten könnte. Mit seinen jüngsten Aussagen hat FIFA-Präsident Gianni Infantino die Gerüchteküche erneut angeheizt.

Infantino scheint weiterhin mit der Idee zu spielen einen neuen FIFA-Wettbewerb auf Klubebene ins Leben zu rufen. Der 50-jährige lässt hierfür die Tür nach wie vor offen und schürt damit auch neue Gerüchte mit Blick auf die Gründung einer Superliga.

Nach der Sitzung des FIFA-Rates äußerte sich Infantino am Freitag wie folgt dazu: „Jeder ist daran interessiert, seine eigenen Wettbewerbe besser und stärker zu machen. Wir wollen vonseiten der FIFA den Klubs die Möglichkeit geben, sich in aufregenderen Wettbewerben zu messen. Es gibt Modelle, über die wir nachdenken sollten“.

Stellt die FIFA nach der EM ihren neuen Wettbewerb vor?

Was konkret der Fußball-Weltverband plant ließ Infantino offen. Demnach seien die „Überlegungen angesichts der drängenderen Aufgaben durch die Coronakrise noch am Anfang“. Ziel ist es bis Mitte 2021 erste Pläne vorstellen. Laut dem Schweizer geht dabei darum, die „richtige Balance“ zu finden. Infantino betonte zugleich, dass die Nationalmannschaften sowie die nationalen Wettbewerbe geschützt werden müssten.

Laut dem FIFA-Präsident geht es darum auf globaler Ebene zu wachsen, jedoch stets im Sinne des Weltfußballs: „Wir wollen immer Verbesserungen vorantreiben, aber wir machen nur Dinge, um den Weltfußball zu verbessern“.

FIFA-Klub WM bleibt vorerst

Neben den Andeutungen für einen neuen Wettbewerb, bestätigte die FIFA zugleich, dass die Klub-WM im kommenden Jahr vorerst bestehen bleibt. Die ursprünglich für 2021 geplante Mega-Klub-WM in China mit 24 Mannschaften wird verschoben: „Wir haben das Turnier nur verlegt, es ist nicht gestrichen“.

Somit werden die sieben Teams der einzelnen Konföderationen Ende 2021 in Japan den „Vereins-Weltmeister“ ausspielen. Aus Europa ist der Champions League-Sieger vertreten.