FC Bayern News

Heynckes adelt Flick: „Was er geleistet hat, kannst du nicht lernen“

Hansi Flick
Foto: imago images

Der eine gehört zu den erfolgreichsten Trainern in der Münchner Vereinsgeschichte, der andere befindet sich zumindest auf dem besten Weg dazu. Zwar liegen zwischen den Triple-Trainern Jupp Heynckes und Hansi Flick 20 Jahre, so haben es beide auf ihre Weise geschafft, die Münchner an die europäische Spitze zu bringen. Nun äußert sich Trainer-Legende Heynckes im Interview mit dem Kicker über seinen Nachfolger.

Durch den Triple-Gewinn ist Hansi Flick in gewissermaßen der Kronprinz von Jupp Heynckes, dem dieses Kunststück vor sieben Jahren gelang. Auf die Frage, ob der 75-jährige in Flick, in Bezug auf den Trainerberuf, einen Sohn oder Musterschüler sieht, antwortet er folgendermaßen: „Beides trifft nicht zu. Hansi hat sich über Jahre im Fußball entwickelt. Als er noch Joachim Löws Assistent in der Nationalmannschaft war, hörte ich von meinen Münchner Nationalspielern, welch enorme Arbeit er leistete. Da merkte ich, dass zwischen ihm und den Spielern eine sehr gute Harmonie bestand“. Gerade letzteres ist ein extrem wichtiger Faktor, zumal man als Bayern-Trainer mit vielen Stars zusammenarbeiten muss, von denen sich niemand freiwillig auf die Bank setzt.

Jupp Heynckes begeistert über Flicks Erfolg: „Musste 34 Jahre warten“

Mit den Triple-Gewinn nach nicht einmal einem Jahr als Bayern-Coach hat Hansi Flick etwas ganz besonderes geschafft, wie auch Jupp Heynckes weiß. „Jeder Trainer muss seinen persönlichen Stil finden, aber noch nie hatte ein Trainer in der Fußballgeschichte innerhalb eines Jahres so viel Erfolg wie er. Ich selbst musste auf das Triple 34 Jahre warten, Hansi brauchte dazu zehn Monate. Was er geleistet hat, kannst du nicht lernen. Ich ziehe meinen Hut,“ zeigt sich die Trainer-Legende begeistert.

Doch wie es im Fußball-Geschäft so üblich ist, wird auch für Hansi Flick der Weg nicht immer steil nach oben laufen. So steht er aktuell vor der großen Aufgabe, die enormen Defensivprobleme seines Teams zu beheben. Daran wird man den 55-jährigen genauso messen, wie an seinen bisherigen Erfolge.