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Von wegen ineffizient: Coman stellt Bayern-Legenden in den Schatten

Kingsley Coman
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Viele Jahre begleitete Bayerns Flügelspieler Kingsley Coman der Vorwurf, dass er zwar talentiert, aber zu ineffektiv sei. So verzückte der Franzose die Fans mit atemberaubenden Dribblings und einem unglaublichen Tempo, ohne aber wirklich Profit daraus schlagen zu können. Auch das Image des Chancentods haftete nach einer Reihe von vergebenen Tormöglichkeiten stark an ihm. Stand heute ist dies jedoch Schnee von gestern. Spätestens beim Finaltor gegen Paris Saint Germain bewies der 24-jährige, dass er auch große Spiele entscheiden kann. Ganz wie seine Vorgänger auf der Münchner Außenbahn, Franck Ribery und Arjen Robben. 

Nicht Serge Gnabry oder Leroy Sané, sondern Kingsley Coman ist derzeit der stärkste Spieler auf der Münchner Außenbahn. Dies bestätigte zuletzt auch Bayern-Trainer Hansi Flick. So verzückt der Tempo-Dribbler mit Torgefahr, entscheidenden Zuspielen und erinnert zeitweise sogar an die Bayern-Legenden Arjen Robben und Franck Ribery. In einer Kategorie ist dieser seinen Vorgängern sogar bereits voraus. Während Coman mittlerweile in allen Wettbewerben abliefert, war es früher vor allem die Königsklasse, in der er besonders ablieferte. So sind seine Scorer-Werte in diesem Wettbewerb sogar stärker als jene von Robben und Ribery.

Mehr Tore und Vorlagen als Robbery

Insgesamt 32 Spiele absolvierte Coman bislang in der Königsklasse. In 1823 Minuten Spielzeit gelangen ihm starke elf Tore und zwölf Vorlagen. So besagt die Statistik, dass der Außenstürmer alle 166 Minuten ein Tor erzielt und alle 152 Minuten einen Treffer auflegt. Zusammengenommen kommt er somit auf einen Scorerpunkt pro 79 Minuten. Werte an die selbst Arjen Robben nicht herankommt. Zwar erzielte der Holländer 25 Tore und bereitete 20 mal vor, jedoch benötigte er dazu 70 Spiele und 5142 Minuten. Demnach braucht er 206 Minuten für einen Treffer und 257 Minuten für eine Vorlage. Trotz dieser beachtlichen Werte, bleibt er mit 114 Minuten pro Scorer deutlich hinter seinem Nachfolger. Auch Franck Ribery kann in dieser Wertung nicht mit seinem Landsmann mithalten. Für ihn stehen 18 Treffer und 28 Vorlagen zubuche. Während er mit einer Vorlage pro 234 Minuten immerhin Robben hinter sich lässt, ist er in Punkto Toren (364 Minuten pro Tor) deutlich hinter beiden.

Eines haben die drei allerdings gemeinsam. So trugen sie allesamt mit einem entscheidenden Scorer zu den Champions-League-Siegen 2013 und 2020 bei. Darüber hinaus bleibt auch festzuhalten, dass man den Wert der Spieler nicht nur an ihren Scorer-Werten in der Champions-League ablesen kann.