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Nach Bayern-Abgang 2014: Kroos enthüllt Details zu den geplatzten Vertragsverhandlungen

Uli Hoeneß und Toni Kroos
Foto: imago images

Nicht selten wurde der Verkauf von Toni Kroos im Jahr 2014 als einer der größten Fehler in der Münchner Vereinsgeschichte thematisiert. So wechselte der Mittelfeldspieler einen Jahr vor Vertragsende zu den Königlichen, nachdem man sich über das Gehalt nicht einig geworden war. Nun verrät der 30-jährige nähere Details zu den gescheiterten Verhandlungen von damals.



Für Toni Kroos sind die letzten Jahre wahrlich nicht schlecht gelaufen. So feierte er mit den Madrilenen insgesamt 14 Titel und war als Stammspieler eine zentrale Figur im Spiel der Königlichen. Doch dazu wäre es gar nicht gekommen, wenn sich die Bayern mit Toni Kroos in Punkto Gehalt geeinigt hätten. So waren Uli Hoeneß und Matthias Sammer bestrebt, den frisch gebackenen Weltmeister in München zu halten – allerdings nicht um jeden Preis. Im Podcast „Einfach mal Luppen“, den die Kroos-Brüder gemeinsam betreiben, erinnert sich der Ex-Bayer an eine Auseinandersetzung mit Uli Hoeneß. „Herr Hoeneß kam damals zu mir und meinte, was mein Berater fordert, ist eine Frechheit“, erklärt der Mittelfeldspieler. „Ich habe ihm gesagt: Das mag ihre Meinung sein. Aber das fordern wir und nicht mein Berater,“ fügt er hinzu. Der viermalige Champions League-Gewinner meint zu wissen, mit welcher Intention Hoeneß das „deutliche Gespräch“ gesucht habe. „Ich glaube, er wollte einfach hören, ob ich das fordere oder ob der Berater das will“, verrät er.

Kroos-Berater versichert: „Es war eine marktgerechte Forderung“

So manch einer dürfte bei diesem Thema gleich an die ebenfalls ergebnislosen Vertragsgespräche mit David Alaba denken. Ähnlich wie beim Österreicher waren die Bosse auch bei Toni Kroos nicht bereit, ihn in die Kategorie der Spitzenverdiener aufsteigen zu lassen. Laut Kroos-Berater Volker Struth haben sie dies jedoch auch nicht in Gänze gefordert. „Toni wäre kein Topverdiener bei Bayern geworden bei unserer Forderung und nicht unter den ersten Fünf gewesen. Es war eine marktgerechte Forderung,“ erklärt er. Dies sah Matthias Sammer jedoch anders und versuchte die Forderung, zum Missfallen der Kroos-Seite, zu drücken. „Wir haben ein super Verhältnis zu ihm. Aber es wurde am Telefon sehr emotional als wir angedeutet haben, was wir nach der WM vorhaben. Es war wie ein Kopf-an-Kopf am Telefon“, erinnert sich Struth an die geplatzten Verhandlungen. Trotz der ganzen Titel von Toni Kroos, kann man jedoch nicht behaupten, dass die Münchner einen besonders vereinsschädigenden Verkauf getätigt haben. So ermöglichte dieser langfristig unter anderem den Aufstieg von Thiago Alcantara, der sich in seiner Bayern-Zeit ebenfalls zu einen der besten zentralen Mittelfeldspieler der Welt entwickelte.