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Herzschlagfinale bei Welttrainer-Wahl: Darum verpasste Flick die Auszeichnung

Hansi Flick
Foto: Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images

Jürgen Klopp ist Welttrainer des Jahres. Die Auszeichnung des Liverpool-Coaches war die Überraschung des Abends. So schien Triple-Sieger Hansi Flick den Titel eigentlich bereits in der Tasche zu haben. Dementsprechend knapp war die Entscheidung zugunsten von Klopp auch. Wir möchten einen genaueren Blick auf die Wahl werfen.

Knapper kann ein Ergebnis kaum sein. Nur um Haaresbreite blieb Bayern-Coach Hansi Flick die Auszeichnung „Welttrainer des Jahres“ verwehrt. Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass Liverpool-Trainer Jürgen Klopp den Award gewann, wenngleich dieser mit seinem Team im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden war?

Neben der Leistung auf nationaler Ebene war vor allem der Abstimmungsmodus mitentscheidend. So benötigen die Coaches die Stimmen der Nationalmannschafts-Kapitäne, Fans, Medien und ihrer National -Trainerkollegen. Bei den Fans (468,611-410,190) und bei den Medienvertretern (782-576) hatte Hansi Flick die Nase vor Klopp. Dagegen sammelte der 53-jährige bei den Trainern (686-572) und Kapitänen (666-583) die Mehrheit an Punkten.

Nationaltrainer entscheiden über Trainer-Wahl

In allen vier Kategorien konnte sich kein anderer Coach zwischen den beiden platzieren. Da es für den Gewinner einer Kategorie fünf Punkte und für den zweitplatzierten vier Punkte gibt, erreichten die beiden überragenden Trainer gleichermaßen 24 Punkte. Daher mussten die Stimmen der Nationaltrainer letztlich den Ausschlag über „Sieg“ oder „Niederlage“ geben. So kam es, dass Jürgen Klopp seinen Titel verteidigte. Hansi Flick wird es jedoch verschmerzen können. So spricht für einen Trainer ja in erster Linie, dass das Team erfolgreich ist. Mit dem Triple-Gewinn im Vorjahr und die individuellen Auszeichnungen für Robert Lewandowski und Manuel Neuer hat er genau das erreicht.