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Goretzka zeigt klare Kante: „Die AfD ist eine Schande für Deutschland“

Leon Goretzka
Foto: RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images

Leon Goretzka ist bekannt dafür, dass er nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz deutliche Zeichen setzt. So kämpft er seit Jahren gegen Rassismus und gründete mit Joshua Kimmich die Initiative „We kick Corona“. Auch in Sachen Politik hält der 25-jährige seine Meinung nicht zurück und kritisiert die AfD scharf. 

Für Leon Goretzka ist es eine Selbstverständlichkeit, sein Sprachrohr als Profifußballer dahingehend zu nutzen, um für gesellschaftliche und politische Probleme zu sensibilisieren. „Fritz Walter hat mal gesagt, dass alle Nationalspieler Außenminister in kurzen Hosen sind. Den Spruch finde ich sehr gut. Wir Spieler sollten die große Aufmerksamkeit, die wir bekommen, nutzen, um für solche Themen zu sensibilisieren“, sagte er.

Mit besonders großer Sorge betrachtet er die AgD, die auch bedingt durch die Corona-Pandemie immer mehr Zuspruch erhält. „Man fasst sich an den Kopf und fragt sich, wie das passieren kann“, sagte der Bayern-Star im Interview mit der „Welt am Sonntag“. „Ich denke aber, dass viele Leute nicht aus Überzeugung, sondern aus Mangel an Alternativen die AfD wählen“, führt er fort.

Leon Goretzka will „Leute mit wissen Aufklären“

Der Nationalspieler weiß genau, dass es auch in Deutschland Leute gibt, die weniger auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wie ein Fußballer.  „Für diese Leute ist oft die Lösung, das Problem in anderen Bereichen wie beispielsweise der Migration zu sehen,“ erklärt er. Seine Aufgabe sei es dabei, die Leute mit Wissen aufzuklären. Wenn man mit viel Verständnis auf sie zugeht und ihre wahren Probleme erkennt und behandelt, wird sich das Problem des Rechtspopulismus auch wieder lösen“, zeigt er sich optimistisch. Dies ist wichtig, damit sich die deutsche Geschichte nicht wiederholen könne. So ist Goretzka auch dafür, dass ein Besuch des Konzentrationslagers eine Pflichtveranstaltung sein sollte. Der Bayern-Star besuchte das Lager erstmals mit 12, 13 Jahren und habe „angefangen zu weinen, weil mich alles überkommen hat“, erinnert er sich.