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Rummenigge kritisiert Verteilung der TV-Gelder: „Man hat nur den Großen etwas weggenommen“

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Die neue Verteilung der TV-Gelder ab der Saison 2021/22 hat in den vergangenen Wochen für viel Aufsehen in der Fußball Bundesliga gesorgt. Während die DFL die Reform als wichtiges und richtiges Zeichen bezeichnet, sind weder die kleinen noch die großen Klubs damit wirklich zufrieden. Auch Karl-Heinz Rummenigge hat nun deutlich Kritik daran geübt.

Während DFL-Boss Christian Seifert hatte bei der Präsentation des neuen Verteilerschlüssels betont, dass es primär darum ging die Vereine durch die anhaltende Corona-Krise „zu bringen“ und allen die höchstmögliche Planungssicherheit zu gewährleisten. Kurioserweise zeigten sich die beiden Lager nicht wirklich zufrieden mit der der Verteilung der TV-Gelder. Die kleinen Klubs kritisierten die fehlende Reformbereitschaft und sehen in der Umverteilung der Gelder nur einen Tropfen auf den heißen Stein. Aber auch die großen Klubs wie die Bayern sind „not amused“ wie Karl-Heinz Rummenigge deutlich machte.

„Die kleinen Vereine werden nicht wettbewerbsfähiger“

Beim „SPORT1“-Doppelpass äußerte sich der 65-jährige am vergangenen Sonntag wie folgt dazu: „Wir sind mit der aktuellen Verteilung auch nicht zufrieden. Man hat in dem Kompromiss nur den Großen etwas weggenommen und nach unten verteilt“. Für Rummenigge steht fest, dass die „großen Vereine die Lokomotiven“ sind, vor allem im internationalen Wettkampf.

Laut Rummenigge reicht es nicht aus, den Klubs „nur“ mehr Geld zu geben: „Wenn du Dortmund oder Bayern 30 Millionen wegnimmst, sind die kleinen Vereine auch nicht wettbewerbsfähiger. Wer das glaubt, ist an Naivität nicht zu überbieten“. Der Vorstandsboss der Bayern betonte, dass es bereits heute schon Vereine gibt, die mit „wenig Geld“ erfolgreich Arbeiten: „Union hat nachhaltig eine positive Entwicklung genommen, auch Eintracht Frankfurt ist ein gutes Beispiel“.