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Ex-Bayern-Profi macht Andeutung: War Ribery schuld am van Gaal-Aus?

Louis van Gaal und Franck Ribery
Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Nach dem Double-Gewinn und dem Einzug ins Champions-League Finale 2010, endete die Amtszeit von Louis Van Gaal im Jahr 2011 überraschend zeitig. Nun deutete Ex-Bayern-Spieler Danijel Pranjic, dass Franck Ribery an dessen Abschied wohl nicht ganz unbeteiligt war.



Wenn ein Freigeist, wie Franck Ribery, auf einen strengen und engstirnigen Taktik-Fanatiker trifft, sind Probleme vorprogrammiert. Selbst Pranjic, der Van Gaal als besten Trainer seiner Karriere bezeichnet, kennt dessen schwierige Eigenarten. „Ich persönlich hatte nie Probleme mit ihm. Er ist aber der Typ Trainer, mit dem man als Mannschaft eigentlich nur ein Jahr lang zusammenarbeiten kann. Fußballer sind auch nur Menschen, die Fehler machen“, erklärt er. „Wir hatten keinerlei Freiräume und von einer lockeren Atmosphäre auf dem Trainingsplatz war selten etwas zu spüren“, führt er weiter aus. Solche Umstände seien für eine Gruppe von 25 Mann aber „eher problematisch“.

Pranjic über Ribery-Konflikt: „Sein Verhältnis zum Trainer war angespannt“

Der Kroate verrät, dass vor allem Franck Ribery mit dem „Tulpengeneral“ nie warm geworden war. „Sein Verhältnis zum Trainer war vom ersten bis zum letzten Tag angespannt, weil van Gaal ihn lieber auf der Zehn spielen lassen wollte“, erklärt der heute 39-Jährige. Dieser geht sogar so weit, dass er dem langjährigen Linksaußen der Bayern eine Mitschuld am Rauswurf des Holländers gibt. „Hätte sich Franck manchmal besser unter Kontrolle gehabt und den Anweisungen des Trainers gehorcht, wäre die Stimmung in der Mannschaft besser und dadurch vielleicht eine längere Zusammenarbeit mit van Gaal möglich gewesen“, vermutet er. So aber übernahm Jupp Heynckes das Zepter und führte die Bayern zwei Jahre später zum Triple. Nichts desto trotz, hat auch ein Van Gaal wichtige Grundlagen für die Entwicklung gelegt.