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Kaum Verletzungssorgen: Bei den Bayern bahnt sich ein harter Konkurrenzkampf an

Joshua Kimmich und Leon Goretzka
Foto: imago images

Aufgrund der vielen Spiele und mehreren Verletzungen, stellte sich die Bayern-Elf in der Hinrunde sehr häufig größtenteils von alleine auf. Nun gibt es jedoch, abgesehen von Tanguy Nianzou, keine langfristigen Verletzungen zu beklagen. Demnach wird auch der Konkurrenzkampf im Team eine immer packendere Angelegenheit. Dies gilt natürlich vor allem, wenn die KO-Spiele in der Champions League anstehen. Wir möchten uns die Positionskämpfe genauer ansehen.

Im Tor bleibt Manuel Neuer natürlich die klare Nummer 1, doch schon auf der Position des Rechtsverteidigers und des rechten Innenverteidigers wird es spannend. So bleiben für Nikla Süle, Benjamin Pavard und Jerome Boateng zwei Plätze. Sollte sich der zuletzt Formschwache Pavard wieder fangen, dürfte sich das Flick-Experiment zum Ende der Hinrunde vermutlich erledigen. So ist Süle in der Innenverteidigung besser aufgehoben, wo er gegen Jerome Boateng um den Platz kämpft. Nach Fitness-Problemen hat sich der Ex-Hoffenheimer gesammelt, doch auch Jerome Boateng zeigte sich zuletzt wieder recht souverän. Dies kann man von David Alaba nicht in Gänze behaupten. Sein Stammplatz als linker Innenverteidiger scheint allerdings ungefährdet. Daher muss sich Lucas Hernandez auf der linken Seite mit Alphonso Davies duellieren. Sollte der pfeilschnelle Kanadier wieder in Top-Form kommen, dürfte es der Franzose schwer haben. Für diesen spricht jedoch seine Konstanz und seine Defensivstärke. So bleibt auch dieser Zweikampf vorerst völlig offen.

Nach Kimmich-Rückkehr: Positionskampf im prall gefüllten Mittelfeld

Besonders hoch ist die Konkurrenzsituation im Mittelfeld. Hatten die Bayern in der Hinrunde, aufgrund mehrerer Verletzungen häufig Probleme, so reden wir nun wieder von einem Luxus-Problem. An Joshua Kimmich und Leon Goretzka sollte derzeit kein weg vorbeiführen. Mit Javi Martinez, Corentin Tolisso, Marc Roca stehen jedoch noch drei gestandene Profis im Kader, die allesamt gerne Spielzeit hätten. Diese Spieler zufrieden zu stellen, wird für Hansi Flick eine echte Herkules-Aufgabe. Dazu kommt auch noch Youngstar Jamal Musiala, der auch in der zentralen Mittelfeldrolle schon für Furore gesorgt hat. Neu dabei ist von nun an auch der spanische Neuzugang Tiago Dantas. Allerdings ist vorerst nicht davon auszugehen, dass der technisch beschlagene Mittelfeldspieler bereits in dieser Rückrunde größere Spielanteile erhält.

Coman oben auf: Sané und Gnabry belauern sich

Während in der Offensivabteilung Müller und Lewandowski gesetzt sind, wird es auf den Flügeln spannend. In der Pole Position ist hier derzeit Kingsley Coman, der eine sensationelle Hinrunde gespielt hat. Allerdings ist der Franzose derzeit noch angeschlagen und könnte gegen Mainz ausfallen. Trotz eher mäßigen Leistungen zuletzt, dürfte auch Serge Gnabry derzeit in der ersten Elf stehen. Da dem 25-Jährigen zuletzt aber die Gefährlichkeit abhanden gekommen ist, lauert Leroy Sané auf seine Chance. Allerdings plagte diesem zuletzt eine noch größere Formkrise. Der Kampf um den Startelfplatz dürfte somit noch sehr interessant werden, vor allem wenn beide wieder besser in Fahrt kommen. Der 17-jährige Musiala und der erfahrene Costa werden vermutlich eher in ihrer Joker-Rolle bleiben.