DFB-Pokal

Pokal-Sensation: Kiel schmeißt die Bayern im Elfmeterschießen aus dem DFB-Pokal!

FC Bayern
Foto: FABIAN BIMMER/POOL/AFP via Getty Images

Der FC Bayern ist in der 2. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die Münchner mussten sich am Mittwochabend mit 7:8 nach Elfmeterschießen gegen Holstein Kiel geschlagen geben.

Der erneute Triple-Traum vom FC Bayern ist früh geplatzt! Das Team von Hansi Flick hat sich vollkommen überraschend bereits in der 2. Runde aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Die Münchner schieden nach einer durchwachsenen Leistung im Elfmeterschießen mit 7:8 gegen die Hanseaten aus. Für die Bayern war es die erste Pokalschlappe nach zuletzt 13 Siegen in Folge. Die Bayern sind zuletzt 2000 in der 2. Runde aus dem Pokal ausgeschieden.

Bartels gleicht nach Gnabry-Abseitstor aus

Hansi Flick nahm fünf Veränderungen im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen Gladbach vor: Sarr, Hernandez, Tolisso, Musiala und Gnabry ersetzen Pavard, Alaba, Douglas Costa, Lewandowski (alle Bank) und Goretzka (Wade).

Die Münchner präsentierten sich von der ersten Minute an als die spielbestimmende Mannschaft und drückten die Kieler tief in die eigene Hälfte. Joshua Kimmich hatte in der 9. Minute die erste Chance der Partie, der Schuss des Mittelfeldspielers aus knapp 16 Metern ging jedoch am linken Pfosten vorbei. Fünf Minuten später war es dann jedoch soweit: Nach einem Kopfball von Müller lässt Kiel-Keeper Gelios den Ball nach vorne prallen und Serge Gnabry staubte zum 1:0 ab.

Der FCB hatte bei dieser Szene jedoch Glück, denn die Wiederholung der Bilder zeigte, dass Gnabry bei Müllers Kopfball deutlich im Abseits stand. In der 2. Runde des DFB-Pokals gibt es allerdings keinen VAR, so dass diese Fehlentscheidung nicht korrigiert wurde.

Auch nach der frühen Führung blieben die Bayern am Drücker. Gnabry (26.) und vor allem Müller (35.) hätten auf 2:0 erhöhen können. Doch 120 Sekunden nach der Großchance von Müller, glich Fin Bartels, aus dem Nichts, mit dem ersten Torschuss des Gastgeber zum 1:1 aus. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Freistoßhammer von Sane, Wahl schockt die Bayern spät

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Bayern einen perfekten Start. Nach einem Foul an Musiala zirkelte Sane den Ball  von der Strafraumlinie über die Mauer brachte die Münchner in der 48. Minute erneut mit 2:1 in Führung.

Kurioserweise zogen sich die Niklas Süle & Co. nach dem Treffer etwas weiter zurück und ließen die Kieler kommen. Die Störche agierten deutlich forscher als noch in der ersten Spielhälfte, wirklich gefährlich wurde es vor dem Tor von Manuel Neuer jedoch nicht. Dennoch: sattelfest wirkte die neu zusammengewürfelte Viererkette der Bayern nicht.

In der 74. brachte Flick mit Douglas Costa und Robert Lewandowski für Sane und Musiala zwei frische Kräfte für die Offensive. Die Roten erhöhten in der Schlussphase nochmals den Druck und drängten auf die Vorentscheidung, gingen im Schneetreiben jedoch kein allzu großes Risiko ein.

Auch die Gastgeber warfen in den Schlussminuten nochmals alles vorne und belohnten sich in der vierten Minute der Nachspielzeit mit dem 2:2-Ausgleich durch einen Last Minute-Treffer von Wahl. Unmittelbar danach pfiff Schiedsrichter Robert Schröder die reguläre Spielzeit ab.

Kiel zittert sich im Elfmeterschießen eine Runde weiter

In der Verlängerung entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem der Underdog nicht nachließ und sich keineswegs hinten reinstellte. Torchancen blieben in der ersten Hälfte der Verlängerung jedoch auf beiden Seiten Mangelware.

Nach dem erneuten Seitenwechsel war deutlich zu spüren, dass die Bayern einem Elfmeterschießen aus dem Weg gehen wollten. Davies und Roca hatten in der 110. eine Doppelchance, beide scheiterten jedoch an starken Gelios. Auch die zweite Hälfte der Verlängerung blieb ohne Treffer, so dass eine Entscheidung im Elfmeterschießen hermusste.

Im Elfmeterschießen bewiesen die Kieler die besseren Nerven: Während Lewandowski, Kimmich, Müller, Alaba und Costa alle samt trafen, scheiterte Roca an Gelios. Fin Bartels schoss die Störche im Anschluss eine Runde weiter.