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Hamann legt sich fest: Flick hält Neuzugänge für nicht gut genug

Dietmar Hamann
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Die Transferaktivitäten des FC Bayerns haben in der Sommerpause für ordentlich Brisanz gesorgt. Nach der zeitnahen Verpflichtung von Wunschspieler Leroy Sané und Tanguy Nianzou gerieten die Transferbemühungen ordentlich ins Stocken. Erst nachdem Hansi Flick mehrmals vehement neue Spieler forderte, schlugen die Verantwortlichen doch noch zu. So kamen kurz vor Transferschluss Bouna Sarr, Marc Roca, Douglas Costa und Eric-Maxim Choupo-Moting. Eine größere Rolle spielt jedoch keiner von ihnen. Laut Sky Experte Dietmar Hamann ein Problem für Flick und die Bayern. 

Lediglich mit einem Wechsel versuchte Hansi Flick die drohende Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach abzuwenden. Ein deutliches Zeichen, dass Trainer Hansi Flick seinen Ersatzleuten nicht voll und ganz vertraut. Dies gilt laut Hamann auch für die neuen Spieler. „Das größte Problem bei Bayern ist, dass Flick die Spieler, die kurz vor Ende der Transferperiode geholt wurden, für nicht gut genug hält“, erklärt er. „Marc Roca, Bouna Sarr, Choupo-Moting, Douglas Costa spielen ja überhaupt keine Rolle. Da scheinen große Zweifel zu bestehen“, führt er fort. Eine These, die nicht aus der Luft gegriffen ist, zumal alle genannten Spieler recht weit von der Startelf weg sind. Auch Douglas Costa, der gegen Gladbach von Beginn an spielen durfte, konnte keinen Mehrwert liefern und wurde ausgewechselt.

Hamann kritisiert die Bayern: „Transfers haben insgesamt nicht funktioniert“

Durch die fehlende Einsatzzeit der Ersatzleute, werden ganz automatisch die Einsatzzeiten der ersten Garde länger, was kräftemäßig nicht unproblematisch ist. „Ich frage mich: Wenn sie jetzt nicht eingesetzt werden bei dieser Belastung, wann dann“, frägt sich Hamann. Für den Sky Experten ist der FC Bayern mit seinen Bemühungen, den Kader in letzter Minute zu verstärken, gescheitert. „Es ist natürlich schwierig für Spieler wie Joshua Kimmich, Leon Goretzka oder David Alaba gleichwertigen Ersatz zu bekommen, aber die Transfers haben insgesamt nicht funktioniert“, erklärt er. Eine Tatsache die fatale Folgen auf den Erfolg in dieser Spielzeit haben könnte. „Mit 14,15 Spielern wird es scher, diese anstrengende Saison erfolgreich durchzustehen“, so die wenig optimistische Prognose des ehemaligen Mittelfeldspieler.