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Der Bann ist gebrochen: Neuer zieht mit Oliver Kahn gleich

Manuel Neuer
Foto: imago images

Auf diesen Moment musste Bayern-Keeper Manuel Neuer lange warten. Elf Bundesligaspiele in Folge haben die Münchner mindestens ein Gegentor zugelassen. Im zwölften Versuch, dem Spiel gegen den FC Augsburg, hat es für Manuel Neuer dann doch wieder mit einer weißen Weste gereicht. Somit zieht er nun endlich mit einer echten Bayern-Legende gleich.

Beinahe hätte es schon wieder nicht geklappt mit dem Zu-Null-Spiel. Lediglich der Pfosten rettete die Bayern beim Elfmeter von Finnbogason vor dem fast schon gewohnten Gegentreffer. So steht für Bayern-Keeper Manuel Neuer also endlich mal wieder die Null. Insgesamt war dies nun das 196. Mal für den Bayern-Schlussmann. Eine besondere Zahl, da er somit den ewigen Bundesliga-Rekord von der Torwart-Legende Oliver Kahn eingestellt hat.

Somit führen Neuer und Kahn nun gemeinsam vor Oliver Reck (177), Eike Immel (148), Uli Stein (146) und Sepp Maier (146). Mit 421 Einsätzen hat Neuer hierfür deutlich weniger Einsätze gebraucht als die genannten Torhüter. So bestritt der Titan beispielsweise 557 Spiele.

Nur dreimal zu Null: Neuer droht persönliche Negativ-Marke

Nichts desto trotz muss man sagen, dass es erstaunlich lange gedauert hat, bis Manuel Neuer seinen Vor-Vorgänger im Bayern-Kasten einholen konnte. So gelang es dem Welttorhüter aufgrund der durchgängig mäßigen Leistungen seiner Vorderleute in dieser Saison nur dreimal ohne Gegentor zu bleiben. Abgesehen von der Saison 2017/18, bei der Neuer fast das ganze Jahr fehlte, ist dies mit Abstand sein schwächster Wert. So liegt sein Tiefstwert aktuell bei elf Spielen ohne Gegentor, wie zuletzt in der Saison 2018/19. Somit bleiben dem Bayern-Keeper nun noch maximal 17 Partien, um zumindest diese Marke zu erreichen.

Traumwerte, wie in den Jahren 2014/15 und 2015/16, als Neuer 20 bzw. 21 mal ohne Gegentor blieb sind, jedoch derzeit unrealistisch. Nun geht es auch erstmal darum, mit Kahn nicht nur gleichzuziehen, sondern diesen zu übertreffen. Hierzu besteht bereits am Wochenende gegen Schalke 04 eine gute Chance.