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FIFA und UEFA reagieren auf Super League-Gerüchte und drohen Vereinen und Spielern mit einem Boykott

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Foto: OZAN KOSE/AFP via Getty Images

Nach den zahlreichen Gerüchten und Spekulationen in den vergangenen Monaten über die Gründung einer möglichen Super League, hat der Fußball-Weltverband FIFA nun darauf reagiert und eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht. Der Weltverband kündigte dabei einen Spieler-Boykott an, sollte es zur Gründung einer solchen Liga kommen. Auch die UEFA droht den Klubs mit einem Ausschluss von der Champions und Europa League-

Schon seit Monaten halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach mehrere Klubs die Gründung einer neuen europäischen Super League forcieren. Vor allem die Top-Klubs aus Spanien und Italien soll großes Interesse an solch einer neuen Liga haben. Die FIFA hat nun auf diese Gerüchte reagiert und sich deutlich gegen einen neuen Wettbewerb ausgesprochen.

FIFA und UEFA werden eine neue Super League nicht anerkennen

Im Rahmen einer Pressemitteilung betonte der Weltverband, dass man eine neue Liga nicht anerkennen wird: „Angesichts der jüngsten Medienspekulationen über die Einführung einer geschlossenen europäischen Super League durch einige europäische Vereine möchten die FIFA und die sechs Konföderationen (AFC, CAF, Concacaf, CONMEBOL, OFC und UEFA) noch einmal mit Nachdruck betonen, dass ein solcher Wettbewerb weder von der FIFA noch von der jeweiligen Konföderation anerkannt würde“.

Die FIFA droht sogar scharfe Konsequenzen an: „Vereine oder Spieler, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, dürften folglich an keinem von der FIFA oder der jeweiligen Konföderation organisierten Wettbewerb teilnehmen“.

Heißt im Klartext: Alle Spieler die in einer neuen Super League zum Einsatz kommen, dürften nicht mehr bei Weltmeisterschaften und oder der UEFA Champions League und Europa League teilnehmen. Gleiches gilt auch für die Vereine.

Die Erklärung wurde neben FIFA-Präsident Gianni Infantino auch von UEFA-Chef Aleksander Ceferin unterzeichnet.

„Würde den nationalen Ligen großen Schaden zufügen“

Auch Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte sich zuletzt deutlich gegen solch eine Liga ausgesprochen: „Ich warne davor, weil sie den nationalen Ligen großen Schaden zufügen würde. Deshalb tue ich mich mit dem Gedanken schwer. Wenn ich das jetzt für den FC Bayern entscheiden müsste, würde ich mich, Stand heute, dagegen entscheiden. Die Statik im Fußball ist bis in die unteren Profi-Ligen bei den Fans in Deutschland beliebt. Würde sie geändert werden, hätten viele von ihnen Probleme, sich mit dem Fußball zu identifizieren“.