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Vier Baustellen im Bayern-Spiel: Flick erklärt warum man noch nicht die Triple-Form hat

Hansi Flick
Foto: Philipp Guelland - Pool/Getty Images

Auch wenn der FC Bayern sich zuletzt einen komfortablen Vorsprung in der Bundesliga erspielt hat, ist Hansi Flick alles andere als zufrieden mit der Art und Weise wie sich seine Mannschaft derzeit präsentiert. Im Gespräch mit der „BILD Zeitung“ äußerte sich der 55-jährige nun zu den „vier großen Baustellen“ der Münchner.



Nach zuletzt drei Siegen in Folge gegen Freiburg, Augsburg und Schalke ist etwas mehr Ruhe an der Säbener Straße eingekehrt. Die Bayern haben ihre „Mini-Krise“ mit einem sieben Punkte Vorsprung auf RB Leipzig beendet. Nach dem 4:0-Erfolg gegen Schalke hat Hansi Flick seinen Spieler zwei Tage Pause gegönnt, am gestrigen Mittwoch haben die Münchner mit der Vorbereitung für das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim begonnen.

Während Joshua Kimmich & Co. die Zeit genutzt haben um ihre Akkus aufzuladen, hat sich Flick intensiv Gedanken über die vergangenen Wochen gemacht, vor allem über die Gründe warum der Münchner Triple-Motor in dieser Saison immer wieder ins Stottern gerät.

Flick will die Bayern bis zum CL-Achtelfinale wieder auf Triple-Niveau bringen

Gegenüber der „BILD Zeitung“ betonte Flick, dass es vier konkrete Gründe für die stark schwankenden Leistungen seiner Mannschaft gäbe. Diese möchte er in den kommenden Wochen abstellen. Das Ziel ist es, bis zum Achtelfinale in der UEFA Champions League gegen Lazio Rom wieder auf dem Triple-Niveau zu sein.

1. Das Spiel-Tempo stört Flick

Der 55-jährige ist demnach unzufrieden mit dem Tempo seiner Mannschaft: „Manchmal machen wir das Spiel langsam, manchmal spielen wir mit zu viel Risiko. Hinten haben wir einen Ball gewonnen und dann im Vorwärtsgang wieder verloren. Das ist nicht das, was wir uns vorstellen!“. Flick möchte einen schnellen Spielaufbau aus der Defensive heraus, jedoch nicht um jeden Preis. Im Zweifel soll das Mittelfeld den Ball auch mal länger halten.

2. Die (unnötigen) Ballverluste müssen reduziert werden

Auch in Sachen Ballverluste haben die Bayern zuletzt deutliche Schwächen offenbart, wobei sich dies die komplette Saison wie ein roter Faden durch das Spiel der Münchner durchzieht: „Dann gibt es manchmal Ballverluste, die wir vermeiden können, in dem wir manchmal schneller spielen, oder weil wir nicht den Druck auf den Gegner mitbringen“. Flick wünscht sich bei eigenen Ballverlusten ein sofortiges Gegenpressing und schnellere Lösungen, wenn man selbst in die Defensive gedrängt wird.

3. Die gesamte Mannschaft muss in der Defensive mitarbeiten

Flick hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder schützend vor seine Viererkette gestellt, unabhängig davon wer gespielt hat. Der FCB-Coach hat immer wieder deutlich gemacht, dass die Gegentor-Flut nicht nur auf die Fehler der Abwehrspieler zurückzuführen ist. Auch gegen Schalke hat er erneut einige Punkte im Defensiv-Verhalten gesehen, die ihm nicht gefallen haben: „Es war zu einfach für Schalke, Verlagerungen über das Mittelfeld zu bekommen. Das werden wir alles genau analysieren“.

Konkret geht es Flick darum, dass die Offensivereihe, vor allem die beiden Flügelstürmer, aktiv mitarbeiten in der Defensive. Vor allem bei Ballverlusten soll der Gegner direkt zugestellt werden, sodass lange Bälle über das Mittelfeld und die Viererkette unterbunden werden.

4. Mehr Einsatz bei den „zweiten Bällen“ und bei Kopfbällen

Der Bayern-Trainer hat sich auch näher mit den einzelnen Gegentreffern beschäftigt und dabei oftmals auch einfache Fehler entdeckt, welche am Ende zu Gegentoren geführt haben: „In der Defensive ist mir aufgefallen, dass wir das ein oder andere zugelassen haben – ob das Kopfbälle oder Schüsse aus der zweiten Reihe waren“.

Flick fordert mehr Einsatz und Präsenz bei Zweikämpfen in der Luft. Zudem müssen Abpraller und Schüsse aus der zweiten Reihe durch das Mittelfeld besser abgesichert werden.

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