Bundesliga

Hertha BSC vs. FC Bayern | Vorschau, Team-News und Prognose

FC Bayern Muenchen v Hertha BSC - Bundesliga
Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Der FC Bayern ist heute Abend (20:00 Uhr, live bei DAZN) zu Gast bei Hertha BSC. Nach vier Bundesliga-Siegen in Folge möchten Hansi Flick und sein Team zum Auftakt des 20. Spieltags zumindest bis Samstag Nachmittag den Vorsprung auf Verfolger Leipzig auf 10 Punkte ausbauen. 



Die kriselnde Alte Dame mit Neu-Trainer Pál Dárdai empfängt heute Abend zum Auftakt des 20. Spieltags den Rekordmeister aus München zur ungewohnten Anstoßzeit. Weil der FC Bayern gleich im Anschluss an die Partie in den Flieger Richtung Katar (FIFA-Klub-WM) steigt, wird das Spiel bereits um 20 Uhr angepfiffen.

Im Hinspiel in der heimischen Allianz Arena stand am Ende ein wildes 4:3 zu Buche. Der überragende Mann Anfang Oktober war wieder einmal Robert Lewandowski, der die Hertha mit seinen 4 Toren fast im Alleingang bezwang. Nach einer 2:0-und einer 3:2-Führung verwandelte der Weltfußballer in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum glücklichen, aber nicht unverdienten 4:3-Sieg. Für die Hertha trafen Cordoba, Cunha und Ngankam.

Team-News: FC Bayern

Bis auf Javi Martínez, Leon Goretzka (beide COVID-19), Alexander Nübel (Bänderverletzung) und Tanguy Nianzou (Aufbautraining) kann Hansi Flick aus dem Vollen schöpfen. Für Nübel wird wieder der junge Ron-Thorben Hoffmann als Ersatztorwart im Kader stehen. Während sich in der Offensive wohl nur die Frage aufdrängt, wer erstmal auf der Bank Platz nimmt (Coman, Gnabry oder Sané?), gibt es in der Defensive Raum für Spekulationen: „Im Moment macht das die Abwehr sehr gut. Niklas ist aber eine absolute Option. Ob das jetzt die Innverteidigung betrifft oder die Außenverteidigung“ sagte Hansi Flick in der gestrigen Abschluss-PK.

Team-News: Hertha BSC

Nach der 1:4-Heimniederlage zum Rückrundenauftakt gegen Bremen zogen die Hertha-Verantwortlichen die Reißleine und stellten sowohl ihren Trainer Bruno Labbadia als auch den Geschäftsführer Sport & Kommunikation Michael Preetz frei. Bis (mindestens) Ende der Saison rückt Ex-Nationalspieler Arne Friedrich für Preetz nach. Den Trainerposten übernimmt zum zweiten Mal in seiner Karriere Pál Dárdai, der bereits von Februar 2015 bis Juni 2019 der Coach der Alten Dame war. Eine erneute Niederlage gegen die starke Frankfurter Eintracht (1:3) am letzten Spieltag konnte aber auch er nicht verhindern.

„Sami hat eine sensationelle Karriere hinter sich“

Aber auch in Beine hat die Hertha investiert in der letzten Woche. Von Olympique Marseille sicherte sie sich leihweise die Dienste des offensiven Flügelspielers Nemanja Radonjic. Den wohl klangvollsten Namen konnten die Hauptstädter aber ablösefrei aus Turin loseisen: Sami Khedira hat nach über 10 Jahren im Ausland (Real Madrid, Juventus Turin) den Weg zurück in die Bundesliga gefunden. Auch Bayern-Trainer Hansi Flick, der mit dem ehemaligen Stuttgarter zusammen Weltmeister wurde, war in der PK sichtlich angetan von diesem Transfer: „Der Kontakt mit Sami war immer sehr gut […], ein absoluter Leader-Typ […], er hat eine sensationelle Karriere hinter sich“.

Der Direkte Vergleich

Von den letzten 20 Pflichtspielen verloren die Münchner lediglich eins. Im September 2018 setzte es im Berliner Olympiastadion eine 0:2-Niederlage. Trainer der Hertha damals: Pál Dárdai! Seitdem gab es in der Bundesliga 3 Siege und 1 Remis für den FC Bayern. Nur bei der 1:4-Niederlage gegen Hoffenheim kassierte Hansi Flick als Bayern-Trainer mehr Gegentore in einem Pflichtspiel als gegen die Berliner im Hinspiel.

Vorraussichtliche Aufstellungen

Hertha BSC: Jarstein – Klünter, Stark, Torunarigha, Mittelstädt – Ascacibar, S. Khedira – Lukebakio, Guendouzi, Matheus Cunha – Piatek

FC Bayern: Neuer – Pavard, Süle, Alaba, Davies – Kimmich, Roca – L. Sané, T. Müller, Coman – Lewandowski

Prognose: Die Bayern setzen die Konkurrenz unter Zugzwang

0:3 gegen Hoffenheim, 1:4 gegen Bremen, 1:3 gegen Frankfurt! Die „Abwehrprobleme“ der Bayern hätte die Hertha wohl gerne. Oder wenigstens für eine Halbzeit Lewandowski in ihren Reihen. Der Schuh drückt nämlich an allen Enden. Hinten zu instabil und in der Offensive wird zwar recht gefällig kombiniert (u. A. Matheus Cunha), aber Zählbares springt viel zu selten dabei raus. Gegen Hoffenheim und Bremen wurden sogar kläglich zwei Elfmeter verschossen.

Ein Lewandowski und ein Müller in Bestform sind von dieser Defensive nicht aufzuhalten. Zusätzliche Motivation dürfte wohl die Tatsache sein, dass man am Samstag bei freundlichen 24° in Katar zusehen kann, wie die Konkurrenz auf einen etwaigen 10-Punkte-Rückstand reagiert.