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Die Bayern hoffen auf ein Comeback von Ur-Bayer Stiller

Angelo Stiller
Foto: imago images

Mit Angelo Stiller verliert der FC Bayern das nächste junge Talent am Ende der Saison. Nachdem Joshua Zirkzee (Leihe: Parma Calcio) und Leon Dajaku (Leihe: Union Berlin) den Verein zumindest vorübergehend verlassen haben, baut auch der gebürtige Münchner seine Zelte in der Landeshauptstadt dauerhaft ab. FCB-Campus-Leiter Jochen Sauer erklärt im vereinsinternen Interview die Beweggründe des 19-jährigen.

Die TSG 1899 Hoffenheim kann sich glücklich schätzen. Mit Angelo Stiller angelten sich die Kraichgauer eines der begehrtesten Talente auf der defensiven Mittelfeldposition. Der gebürtige Münchner hatte großen Anteil daran, dass die 2. Mannschaft des Rekordmeisters nach einer starken Rückrunde letzte Saison in der 3. Liga Meister wurde.

Auch Hansi Flick blieben die Qualitäten nicht unbemerkt. In der 1. Runde des DFB-Pokals (3:1 gegen Düren) und in der Champions League gegen Atlético Madrid und Lok Moskau schenkte der Bayern-Trainer dem Nachwuchsspieler seine ersten Profi-Minuten.

Dass der gelernte „Sechser“ aber dennoch einen Wechsel vorzog, hat laut FCB-Campus-Leiter Jochen Sauer mehrere Gründe: „Die Profi-Mannschaft hat auf dieser Position einfach wahnsinnig viel Potenzial. Da wird es für einen jungen Spieler nicht einfach.“ Mit Kimmich, Goretzka, Tolisso, Nianzou, Roca und derzeit noch Javi Martínez ist die Konkurrenz in der Tat ziemlich groß.

Ein weiterer Aspekt ist: „Wenn ein Spieler mit dem Potenzial und einem auslaufenden Vertrag dann Anfragen aus der Bundesliga bekommt, muss man das akzeptieren und ihm viel Glück wünschen, wenn er es woanders probieren möchte.“ Vor allem wenn die Anfrage aus Hoffenheim auch noch an den Trainer geknüpft ist, der ihn der letzten Saison aus der U19 in den Drittliga-Kader holte. Mit TSG-Trainer Sebastian Hoeneß holte Stiller letzte Saison die Meisterschaft in der 3. Liga und stand in der Rückrunde unter ihm 16 Spielen über die volle Spielzeit auf dem Platz.

„Angelo ist ein Ur-Münchner und durch und durch ein Bayern-Fan“

Dieses Gesamtpaket war für Stiller natürlich ausschlaggebend. Ob Hoeneß nach dieser Saison immer noch in Hoffenheim Coach ist, steht freilich auf einem anderen Blatt Papier. Die Kraichgauer tun sich, gebeutelt durch Verletzungen, derzeit schwer und sind nur Zwölfter.

Sauer betont aber auch, dass man um den Spieler gekämpft hat: „Angelo ist ein Ur-Münchner, seit der U10 hier und durch und durch Bayern-Fan. Natürlich sind das genau die Spieler, bei denen man bei auslaufenden Verträgen um einen Verbleib kämpft.“ Eine Rückkehr zu den Bayern ist laut dem Nachwuchschef zudem nicht ausgeschlossen: „es ist ja auch nicht ausgeschlossen, dass er vielleicht irgendwann wieder nach München zurückkehrt.“

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